#Rezension – Die Reise der Amy Snow

Die Reise der Amy Snow

Autor: Tracy Rees

Preis: 14,99 € (Taschenbuch)

Seitenzahl: 476

Verlag: List

Die Reise der Amy Snow

Inhalt

„Eine eigenwillige Heldin, eine meisterhaft geschriebene Story und ein großes Rätsel. Was kann sich ein Leser mehr wünschen?“ Lucinda Rileyls

Als Baby wurde Amy Snow ausgesetzt. Mittellos und von allen gehasst wird sie auf dem noblen Hatville Court aufgezogen. Die schöne Tochter des Hauses, Aurelia Vennaway, ist Amys einzige Freundin und der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Als Aurelia jung stirbt, bricht Amys Welt zusammen. Aber Aurelia macht ihr ein letztes Geschenk: Ein Bündel Briefe, das Amy auf Schatzsuche schickt. Einen Code, den nur Amy entschlüsseln kann. Am Ende erwartet Amy ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird. Amy Snow begibt sich auf eine Reise quer durch England (Quelle).

Wie hat es mir gefallen?

Als ich den Buchcover gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich musste diesen Roman unbedingt lesen. Ich kann einfach nicht anders und muss diesem Buch einen RIESIGEN Daumen nach oben geben. Ich liebe, liebe, liebe es. Amy ist ein so wunderbarer Charakter, so toll ausgearbeitet, mit Ecken und Kanten und doch einem so starken Willen, den man ihr, nach allem was sie durch gemacht hat, niemals zugetraut hätte. Ich weiß nicht, ob ich so stark aus dieser Vergangenheit hervorgegangen wäre, vielleicht geht das wirklich nur, wenn man eine so herzliche und liebevolle Freundin an seiner Seite hat wie Aurelia. Die Geschichte spielt im viktorianischen England, aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, einen Roman zur Zeit von Jane Austen zu lesen. Vielleicht hat sich die Autorin ja von ihrem Schreibstil inspirieren lassen. Mir hat dies außerordentlich gut gefallen. Während der viktorianischen Zeitepoche kam es zu vielen gesellschaftlichen Umbrüchen und das macht es noch mal zusätzlich sehr spannend in die verschiedenen Orte und auch Schichten einzutauchen. Man erlebt Hautnah mit welchen Unterschieden sich die Hauptfigur auseinander setzten muss und was für unterschiedliches Denken in den Städten wie London, Bath und York existiert.

Wie ich schon geschrieben hatte, finde ich die Hauptfigur Amy sehr bezaubernd. Ihre Entwicklung hat mir sehr gefallen, denn zu Anfang ist sie eine sehr eingeschüchterte Frau (was ja auch bei ihrer Umgebung kein Wunder ist!), die überhaupt keine Vorstellung davon hat, was sie ihn ihrem Leben erreichen möchte bzw. was das Leben für sie bereit hält. Doch gerade durch die Briefe, die sie von der kürzlich verstorbenen Aurelia erhält und viele wundervolle Menschen, die sie während der Schatzsuche trifft, helfen ihr Licht auf diesen undurchsichtigen Weg zu werfen und langsam aber sicher alle Steine die im Weg liegen zu entfernen. Dabei kommt sie hinter Geheimnisse die sie sich nie hätte erträumen können und lernt eine andere Seite ihrer Freundin kennen. Ich finde das Tracy hier wirklich eine tolle Arbeit geleistet hat, denn die ganze Entwicklung wirkt so realistisch und authentisch.

Du bist zu einer Frau geworden, und auch die Welt ist besser, weil es Dich gibt. Genauso wie mein Leben Deines verbessert hat. Du weißt, dass ich Dich liebe. Ich werde über Dich wachen, Amy Snow, dessen kannst Du Dir sicher sein.

Jetzt und für immer, AV (Zitat aus dem Roman, S. 443)

Ungefähr in der Mitte des Buches ist Amy dem eigentlichen Grund der Schatzsuche schon so nah, doch leider wird der Gedanke erst einmal kaum weiter verfolgt, was vielleicht ein paar unnötig lange Phasen abgekürzt hätte. Was vielleicht auch ein kleiner Mangel ist, aber das ist wahrscheinlich meckern auf sehr hohem Niveau, ist das Amy erst 17 Jahre zählt, als sie sich auf die Reise macht, aber mit Männern agiert, die sehr viel älter sind als sie. Außerdem spricht und handelt sie nicht wie ein Teenager sonder wie eine Erwachsene, was mich manchmal etwas durcheinander gebracht hat. Dies sind aber die einzigen zwei Kritikpunkte von meiner Seite.

Ich finde die Idee, die Tracy Rees hinter dieses Buch gestellt hat wundervoll, nämlich das Freundschaft selbst in einem Umfeld wachsen kann, in dem die Umgebung verpestet ist und eine Beziehung dieser Art eigentlich nicht geduldet wird. Das Freundschaft und Liebe sich über Stände hinwegsetzten und sogar noch über den Tod hinaus bestehen bleiben können. Alles in allem ein tolles und bezauberndes Buch. Ich hoffe das von Tracy noch mehr Bücher zu erwarten sind!

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