3 Books that changed my life

Ich muss gestehen, dass ich diese Idee von der bezaubernden Henya Mania gemopst habe und ganz ungeniert kopieren werden, weil ich sie einfach super finde. Ich schaue Henyas Videos ultra gerne, weil sie eine so unfassbar positive und fröhliche Person ist, auch wenn ihre Vergangenheit alles andere als rosig war. Wer es schafft bis zum Ende zu lesen, der wird merken, dass dieser Post sehr persönlich geworden ist. Ich weiß selbst nicht, wie es dazu gekommen ist, es ist einfach aus mir heraus geflossen. Ich denke aber auch, dass dieser Blog ja auch genau dazu da ist. Das ich meine Gedanken und Gefühle endlich in Worte fassen kann und vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen auch, der genauso empfindet oder empfunden hat. Der vielleicht auch durch die gleichen schweren Zeiten gegangen ist. Ich hoffe, dass ich damit niemanden verletzt oder verschreckt habe.

1. Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer (hier)

Dieses Buch hat mir in der Phase, wo ich mich mit der vegetarischen Ernährung auseinander gesetzt habe so unfassbar geholfen. Ich musste es teilweise mehrere Tage bzw. Wochen weglegen, weil es so emotional war zu lesen. Ich habe mich oft gefragt, warum, warum tun wir das den Tieren an, nur damit wir ein Stück Fleisch auf dem Teller haben, das ohne Salz und Pfeffer noch nicht einmal nach etwas schmeckt? Warum denken wir, das wir uns über die Tiere stellen können, obwohl wir wissen, das sie auch Gefühle und Emotionen haben, genau wie wir? Habt ihr schon einmal einem Schwein in die Augen geschaut? Ich schon und was ich da gesehen habe, hat mir das Herz gebrochen. Wir waren damals von der Uni aus in einem riesigen Sauenbetrieb, also dort wo sie besamt werden, ihre Schwangerschaft durchleben und die Ferkel gebären. Diese gewaltigen Tiere in winzigen Metallkäfigen zu sehen, wo sie nur stehen, liegen oder sitzen können um ihre Neugeborenen Ferkel nicht zu erdrücken, war schrecklich. In den großen Gruppenstallungen, wo sie sich aufhalten können, bis sie kurz vor der Geburt stehen, wurde den Tieren zwar viel geboten (Spielzeug und Stroh – was auch nicht selbstverständlich ist, es war ein Vorzeigebetrieb) aber man hat gesehen, dass sie unglücklich waren. Ich weiß, viele halten das für Blödsinn, aber das ist es nicht. Ich kann nicht verstehen, wie man weiterhin Fleisch essen kann, wenn man das gesehen hat. Ich finde, jeder Bewohner dieser verwöhnten (vor allem der westlichen) Welt sollte dazu verdonnert werden einmal in einen Mastbetrieb für Schweine, Geflügel oder Milchkühe gehen zu müssen, mit anschließender Führung durch ein Schlachthaus. Natürlich gäbe es dann immer noch genug, die das nicht juckt, aber vielleicht würde es die Mehrheit zumindest zu einem Umdenken anregen, denn das was die Tiere in unserem Namen erdulden und erleiden müssen ist so unfassbar. Als ich dann 2014 aus Kanada wieder gekommen bin, hat mir Jonathan Safran Foer den letzten Motivationsstoß gegeben vegan zu werden und diesen Schritt habe ich bis heute noch kein Mal bereut!

2. „Foodcrash – Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ von Felix zu Löwenstein (hier)

Als ich dieses Buch bekommen habe, war ich gerade in einer ziemlichen Umbruchphase. Ich merkte, dass die Richtung die mein Studium hatte, nicht die war, in die ich später gehen möchte. Das heißt im Klartext, konventionelle Landwirtschaft, wie wir sie an der Universität gelehrt bekommen haben (ja ich habe Agrarwissenschaften studiert), passte einfach überhaupt nicht in die Vorstellung von meinem Zukunftsbild. Felix zu Löwenstein beschreibt in seinem Buch, seinen Weg zur ökologischen Landwirtschaft und wie er die Dinge für die Zukunft sieht. Fast auf jeder Seite habe ich gesagt „Das sehe ich auch so“ oder „Ganz meine Meinung“. Ich habe so viele Eselsohren in diesem Buch, dass ich, wenn ich einen Textmarker benutzt hätte, das gesamte Buch angestrichen hätte. Jeder, der sich näher mit unserer zukünftigen (und es ganz ehrlich, wir müssen unsere Zukunft darauf hin ausrichten!) Ernährungs- und Lebensmittelproduktion auseinander setzten möchte, dem sei dieses Buch ans Herzchen gelegt. Auch wenn es für dich kein Life-Changer sein sollte, so kann jeder ein paar Infos mitnehmen und das eine oder andere auf sein Leben anwenden.

3. „Intuitive Eating“ von Elyse Resch und Evelyn Tribole (hier)

Es ist ziemlich schwierig für mich über das zu schreiben was jetzt gleich kommt, vor allem weil vielleicht auch ein paar meiner Freunde diesen Blog lesen und die von diesem Teil von mir bis jetzt noch nichts wussten, aber ich finde, dass vor allem in unserer heutigen, irgendwie immer gestörteren Gesellschaft, viel zu wenig offen über dieses Thema geredet wird. Essstörung ist nicht nur ein Problem von jungen Mädchen oder Frauen, sondern auch immer mehr von Jungen und Männern. Oft denkt man beim Thema Essstörung nur an die Magermädchen von diesen schrecklichen Pro-Ana-Seiten aber sie besteht nicht nur aus Bulimie und Magersucht, sondern auch Menschen mit Adipositas oder jemand wie du und ich, dem man es eigentlich überhaupt nicht ansieht, können darunter leiden. Lange war ich mir nicht bewusst, dass ich eine Essstörung habe. Es hat angefangen, als ich in Kanada mich immer mehr zum Veganismus orientiert habe und den größten aller Fehler gemacht habe: Ich habe zu wenig gegessen. Denn wenn man Fleisch, Eier und alle Milchprodukte auf einmal weglässt, dann muss man, um seinen täglichen Kalorienbedarf zu decken, von heute auf morgen sehr viel mehr essen. Logischerweise haben Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Kohlenhydrate wie Reis, Kartoffeln oder Nudeln, prozentual gesehen deutlich weniger Kalorien als all diese tierischen Produkte. Ich habe aber weiter nur kleine Mengen gegessen und gedacht „ach, das reicht schon“. Tja hat es aber nicht. Innerhalb von 5 Monaten habe ich 10 kg abgenommen und sah (von meinem heutigen Standpunkt aus betrachtet) aus wie ein Skelett. Das Schlimme aber war, dass ich mich nicht so gesehen habe. Ich fand mich immer noch dick, meine Beine zu stämmig, meinen Bauch zu wulstig. Rückblickend hat es eigentlich schon angefangen als ich nach meinem Bachelorstudium für ein paar Monate zurück zu meinen Eltern gezogen bin und mit der Situation überhaut nicht klar kam. Vorher war ich mein eigene Herrin, konnte entscheiden was ich mache, wann ich es mache. Auf einmal waren da wieder zwei Menschen, die ich in meinen Alltag integrieren musste, die sich natürlich auch auf mich wieder einstellen mussten. Ich glaube es ist normal, das Eltern ihre Kinder immer, egal wie alt sie wirklich sind, als Kinder wahrnehmen und dementsprechend auch in vielen Situationen in alte Muster verfallen und reagieren. Ich möchte niemandem außer mir selbst die Schuld an dem geben, in was ich hineingerutscht bin, denn meine Eltern waren nie anders als liebevoll und bezaubernd zu mir. In der ganzen Zeit, wo sie gemerkt haben, wie schlecht es mir ging, wie niedergeschlagen ich war und mit wie vielen Sorgen ich mich herumgeschleppt habe, haben sie mich nie in irgendeiner Art und Weise gedrängt oder Vorwürfe gemacht. Dafür liebe ich sie sehr! Natürlich kann man jetzt nicht mehr genau sagen, was der Auslöser war, es war vieles zusammen. Wie das bei so vielen Mädchen/ Jungen sicherlich auch war oder ist.

Es tut weh, all diese Gedanken wieder aufleben zu lassen, denn die Zeit danach war grausam und schrecklich. Nicht nur für mich, die mit ihren dunklen Gedanken völlig alleine war, sondern auch für meine Familie. Jetzt können wir darüber reden, uns unsere damaligen Gedanken anvertrauen ohne das man gleich auf Durchzug stellt oder aggressiv reagiert. Eine Essstörung ist schrecklich, dunkel, einsam und bringt das schlimmste in dir zum Vorschein. Ich war nicht Magersüchtig, dafür liebe ich Essen zu sehr. Bulimie hatte ich auch nicht, denn alleine schon der Gedanke mich nach dem Essen zu übergeben ist … einfach ekelhaft. Ich habe einfach ein absolut gestörtes Verhältnis zum Essen entwickelt. Habe jedes kleine Fitzelchen abgewogen, spezielle Zeiten gehabt in denen ich mir erlaubt habe zu essen und auch nur das, was in meinen Augen Safe war. Ich war krank, ich habe immer noch damit zu kämpfen diese Verhaltensweisen aufzubrechen, aber jeden Tag merke ich, dass es besser wird, dass ich weniger Nachdenke und mich wirklich wieder wohl in meiner Haut fühle. Neben vielen verschiedenen Dingen (ich kann dazu noch einen weiteren Post schreiben wenn es euch interessiert) hat mir Schlussendlich „Intuitive Eating“ geholfen, endlich die Essenspolizei in meinem Gehirn zum schweigen zu bringen. Ich hatte während des Lesens so viele Momente wo es richtig Klick in meinem Gehirn gemacht hat und sich ein Vorhang nach dem anderen gelichtet hat. Falls dir es wie mir ging/geht dann kann ich dir dieses Buch wirklich einfach nur ans Herz legen. Es motiviert, es hilft und es lässt dich verstehen, warum man so tickt wie man tickt.

Habt ihr auch Bücher, die euch in eurem denken verändert oder beeinflusst haben? Ich bin sicher, dass es da draußen noch mehr Bücher gibt, die mich verändern werden. Mal sehen, was die Zeit noch mit sich bringt. Habt alle einen wunderschönen Tag und nicht vergessen, ihr seit alle Wundervoll, ihr seit Einzigartig und Wert geliebt zu werden. Jeder!

You are always worthy to be loved!

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