Kinderbücher die man gelesen haben MUSS

Ich weiß, der ein oder andere wird jetzt mit dem Kopf schütteln, aber hat nicht jeder von uns Bücher, die er als Kind gelesen hat, mit denen er absolut wunderschöne Erinnerungen verbindet? Ich habe diese Bücher und sie sind ganz unterschiedlich und vielschichtig. Manche sollten nur unterhalten, andere haben eine Botschaft, die man vielleicht sogar erst mit dem Alter wirklich erkennt. Ich könnte diesen Post unendlich lang werden lassen, weil es so viele Bücher gibt, die ich zum Beispiel meinen Kindern auf jeden Fall zum lesen geben werde, aber heute möchte ich mich auf 4 Bücher konzentrieren, die mich am meisten als Kind begeistert und beeinflusst haben.

1) „Die Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren

Ich weiß gar nicht mehr, was ich zu diesen Geschichten noch sagen soll. Ich habe das Gefühl, alle Worte werden ihnen nicht gerecht. Wir haben dieses Buch so oft, wirklich sehr, sehr oft, gelesen, wir konnten & können es teilweise sogar noch auswendig. Es hatte einen Stammplatz in unserem abendlichen Ritual und auch heute noch, lesen wir zu Weihnachten die Weihnachtsgeschichte aus diesem, mittlerweile extrem zerfledderten Büchlein. Ich glaube, wenn ich irgendwann selber Kinder haben sollte, wird dieses Buch das erste sein, dass ich ihnen unter den Weihnachtsbaum legen oder ihnen zum Geburtstag schenken werde. Es ist ein absolutes Must-read! Für jeden!

2) „Rasmus und der Landstreicher“ von Astrid Lindgren

Tja, auch hier kann ich mich nur wiederholen. Astrid Lindgren ist eine Meisterin was Kinderliteratur anbelangt. Sie schafft es, wundervolle Charaktere zu erschaffen, die extrem einfach gehalten werden und regt so die eigenen Phantasie an, sich alles weitere zu denken. Man stellt sich Rasmus vor, wie er so mutig war, aus dem Kinderheim auszubrechen und wie er dann Oskar kennen lernt, der ein Landstreicher auf Zeit ist und wie sie dann von einem Abenteuer ins nächste stolpern und dann am Ende bekommt er doch alles, was er sich immer erträumt hat (und das obwohl er ein Junge ist und glatte Haare hat ^^).

3) „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende

Ich mein, wer kennt diese beiden rußverschmierten, Eisenstangen-verbiegenden, in Lupings-spuckenden, immer eine Pfeife im Mundwinkel-steckenden Persönlichkeiten nicht? Wer kennt Frau Waas, Herr Ärmel und den König Alfons den Viertel-vor-Zwöflten nicht? Wer kennt Emma und Lummerland nicht? Für mich war Lukas immer eine Person, die man gerne als Freund gehabt hätte, weil man wusste, dass einem dann nichts passieren kann. Er passt immer auf einen auf, egal ob man gegen Drachen kämpfen muss, ob man das Meeresleuchten mit Hilfe eines riesigen Magnetberges wieder zum strahlen bringen, ob man die Nebelberge durchfahren muss oder ob man einen Scheinriesen trifft. Mit Jim und Lukas ist Michael Ende, in meinen Augen, ein Traumteam gelungen, dass einen in eine fantastischen Phantasiewelt entführt. Egal ob im Buch oder im Puppentheater der Augsburger Puppenkiste. Ich weiß noch, dass irgendwann mein Vater zwei Karten ergattert hat und wir uns zusammen „Aladdin und die Wunderlampe“ angeschaut haben. Im Foyer standen die Puppen von Lukas, Jim und Emma und ich weiß noch, dass ich so aufgeregt war und mich gar nicht von ihnen losreißen konnte. Sie waren, so komisch wie das klingt, meine Kinderhelden. Ich habe keine Bindfäden gesehen, an denen sie befestigt waren, sondern für mich waren sie lebendig.

4) „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner

Dieses Buch war auch eines der ersten die wir Abends immer von Papa haben vorgelesen bekommen. Ich finde, Erich Kästner hat eine unfassbar witzige Art zu schreiben. Seine Texte sind zwar kurz und knapp aber sie sprühen vor Witz und Charm. Ich mochte Emil, oder Gustav mit der Hupe, das kleine Ponny Hütchen oder die freche und mutige Pünktchen, die mit Streichhölzern Geld für ihren Freund Anton gesammelt hat. Ich mochte auch die Geschichte „Das doppelte Lottchen“ sehr, sehr gerne.

Auch seine eigene Autobiografie (nun ja, so halb, es ging ja eigentlich um seine Kindheit in Dresden) „Als ich ein kleiner Junge war“ ist ein wunderbar schöner, witziger und anrührender Roman.

Was sind eure Lieblingskinderbücher? Was sind die Bücher, die euch am vielleicht auch stark beeinflusst haben?

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2 thoughts on “Kinderbücher die man gelesen haben MUSS

  1. Also die meisten deiner Geschichten waren auch meine 😉 Nur Rasmus und der Landstreicher kenne ich tatsächlich nicht oO
    Aber ich habe noch Geschichten von Otfrid Preußler geliebt wie zum Beispiel der Räuber Hotzenplotz und das kleine Gespenst. Bis heute denke ich oft an die beiden Geschichten zurück, wie ich sie vorgelesen bekommen habe, dann selbst gelesen habe und in den Hörspielen dazu versunken bin.
    Und eines der ersten Bücher das mir vorgelesen wurde und das ich immer wieder hören wollte, war „Bärli Hupf“. Ich weiß gar nicht, ob es ein sehr bekanntes Buch ist, aber es war so goldig! Ich fand die Vorstellung einfach so toll, dass die Kuscheltiere lebendig sind und Abenteuer erleben können. Und meine Mutter hat jedem Charakter immer eine ganz eigene Stimme verliehen beim Vorlesen, sodass ich wirklich immer das Gefühl hatte mitten drin zu sein.

    Aber auch meine Liste der Lieblingskinderbücher geht noch sehr viel weiter. Liebe Grüße an dich! 🙂

    Gefällt mir

    1. Oh das hört sich wundervoll an. Ich kenne die Geschichte gar nicht, aber alleine, dass du auch so wunderbare Erinnerungen an das Vorgelesen bekommen hast,ist total toll 🙂
      Den Räuber Hotzenplotz und das Kleine Gespenst habe ich auch geliebt. Genau wie die Kleine Hexe oder der Kleine Wassermann. Und du hast Recht, man könnte die Liste bis in die Unendlichkeit weiter führen ^^ Liebe Grüße an dich zurück 🙂

      Gefällt 1 Person

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