#Rezension – Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Autor: Elisabeth Tova Bailey

Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 9,30 € (Österreich)

Seitenanzahl: 176

Verlag: PIPER

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

 

Worum geht es? Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen.

Wie fand ich es? Ich habe dieses Buch eigentlich durch Zufall gekauft, denn zu dem Zetipunkt gab es bei Thalia eine Aktion, dass man pro Taschenbuch in der Rummelkiste nur 2,99 € zahlen muss und ab drei Büchern wurde es noch billiger. Ich habe natürlich sofort zwei Bücher gefunden und sogar mein Bruder wurde fündig, obwohl der eigentlich nichts anderes liest als „Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“. Ich habe zuerst gedacht „Wow, was für ein genialer Titel“, dann habe ich den Klappentext gelesen und gewusst, dass ich das Buch haben muss.

Um es ganz kurz zu sagen und mit den Worten vieler verschiedener Kritiker und um das eigene Lesevergnügen nicht vorwegzunehmen: Es ist fantastisch. Eine Liebeserklärung an das Leben, an die Wertschätzung der kleinen Dinge. Die Geschichte ist genauso klug wie zauberhaft und man lernt einfach nur durchs lesen, nicht alles für Selbstverständlich zu nehmen. Ich bin durch die 158 Seiten hin durch gerauscht, musste schmunzeln, lachen und hatte einmal sogar etwas Gänsehaut.

Elisabeth verbringt eine wunderschöne Zeit in Europa, doch dann steckt sie sich mit einem Virus an, der sich für viele, viele Wochen und Monate an ihr Bett fesselt. Sie ist so schwach und empfindlich, das selbst lesen, Musik hören zur absoluten Tortur wird. Als ihr eine Freundin ein Veilchen schenkt, zusammen mit einer Schnecke, die sie im Wald gefunden hat, verändert sich plötzlich alles für sie. Sie ist immer noch gelähmt, ans Bett gefesselt, aber plötzlich ist da ein Wesen, dass ihr Gesellschaft leistet, ohne sie zu überfordern, ohne eine riesen große Gegenleistung zu erfordern. Die Schnecke ermutigt sie, gibt ihr Kraft und Zuversicht.

Ich würde jedem, der einen kleinen Reminder benötigt, wie wunderbar das Leben ist, dieses Buch empfehlen. Es ist zauberhaft und mutig! Absolute Leseempfehlung von mir an dieser Stelle!

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