#Rezension -Die Spuren meiner Mutter

Die Spuren meiner Mutter

Autor: Jodi Picoult – mehr Informationen bekommt ihr auf ihrer schönen Internetseite

Preis: 19,99 € (Gebundene Ausgabe) – ich habe dieses Buch kostenlos durch das Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen.

Seitenanzahl: 512

Verlag: C. Bertelsmann

Leseprobe: „Die Spuren meiner Mutter“

Die Spuren meiner Mutter

Worum geht es? Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung (Quelle).

Wie fand ich es? Und ich bin verzaubert. Verzaubert von dieser wunderschönen, spannenden und völlig überraschenden Geschichte. Dieses Familiendrama, wo man am Anfang denkt „Das habe ich schon irgendwo einmal so ähnlich gelesen“, entpuppt sich zu einer Geschichte, vielleicht auch einem kleinen Juwel, die einen ziemlich mitnimmt, mit schweren aber auch schönen Gedanken zurück lässt und einen die Welt ein bisschen mit anderen Augen sehen lässt.

Wie man vielleicht schon in der einen oder anderen Rezension nachlesen konnte, bin ich sehr anfällig dafür, mich von schönen Covern verzaubern zu lassen, aber mal ganz ehrlich, wie wunderschön ist dieser Cover? Ich bin ja sonst nicht so ein Fan von Hardcover-Büchern, aber manchmal, manchmal sind sie wirklich etwas ganz besonders und man sieht, mit wie viel Liebe zum Detail sich die Gestalter an die Arbeit gemacht haben. Genau das ist hier passiert. Wirklich wunderschön.

Ich muss gestehen, als ich mir dieses Buch ausgesucht und angefangen habe zu lesen, hätte ich nie damit gerechnet, dass es einen solchen Nachhall in mir weckt. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil, der sehr beruhigend ist. Jedes Kapitel ist einem anderem Charakter (Jenna, ihrer Mutter Alice, Serenity und Vergil) gewidmet, was ich persönlich sehr schön gefunden habe, denn so konnte man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen und verstehen. Mir haben vor allem die Rückblenden von Alice gefallen, weil sie ein so unfassbares Wissen über Elefanten hat und ihre Forschung über die Verarbeitung von Trauer hat mich wirklich sehr berührt.

Gerade habe ich die letzten Seiten des Buches gelesen und bin noch immer total geflasht von den Dingen, die zum Ende passiert sind. Nichts war so, wie es am Anfang erschien und ich muss gestehen, dass ich Tränen in den Augen hatte. Das passiert nicht oft. Das passiert höchstens alle Jubeljahre mal. Das letzte Mal war es bei „Solange am Himmel Sterne stehen“. Aber jetzt hier ….. Wahnsinn. Jodi Picoult hat es geschafft, einem die Figuren so nah zu bringen, dass man wirklich mit ihnen mitfühlt. Das man ihren Schmerz, ihre Angst, ihren Verlust, ihre Liebe wirklich spürt. Und das in der Verbindung mit den Elefanten, diesem Wissen, dass sie wie wir Menschen fühlende Wesen sind, ist ziemlich Gänsehautmäßig. Ich bin vielleicht im Moment ein bisschen empfindlich was so starke Emotionen angeht (you know it is that kind of time in the month ^^) aber ich glaube, das mich diese Buch auch so gefesselt und gepackt hätte, wenn ich nicht in dieser Stimmung gewesen wäre. Ich habe gewusst, das Elefanten ein Gedächtnis haben, in dem sie Erinnerungen mit Gefühlen verknüpfen, aber das sie so emotional, feinfühlig und kognitiv hochintelligent sind, das habe ich nicht gewusst. Ich habe das Gefühl, dass wir Menschen den Tieren diese Art von kognitiver Intelligenz immer versuchen abzuschreiben, aber in Wahrheit sind sie vielleicht sogar manchmal intelligenter als wir selber. Durch die Beobachtung von Tieren, so wie Alice und viele reale Forscher/innen es machen, kann man so viel lernen. Es ist unfassbar berührend sich dieser Tatsache bewusst zu werden.

Ich kann jedem, der ein Interesse hat an Natur, an Tieren, an ihrem Seelenleben, an der Verbindung zwischen Menschen, die auch über den Tod hinaus geht, diese Buch aus vollstem Herzen empfehlen. Es hat einen Ehrenplatz in meinem Regel und wer jetzt auf die Idee kommt, nur weil ich dieses Büchlein kostenlos vom Bloggerportal (Danke an dieser Stelle noch einmal für dieses wunderschöne und berührende Leseerlebnis!) zugeschickt bekommen habe, ich wäre damit gekauft, dem sei gesagt, NEIN dem ist nicht so. Lest dieses Buch und ihr werdet meine Begeisterung verstehen!

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