Woche 10 von 52 – Innerer Konflikt

Es ist verrückt, denn wirklich großartiges ist diese Woche nicht passiert, aber in meinem Inneren Konflikt, mit dem ich schon seit geraumer Zeit zu kämpfen habe, hat sich ein großer Schritt getan.

Aber von vorne: Mein Freund und ich haben irgendwann darüber gesprochen, wie es wäre, wenn wir zusammen ziehen würden. Allerdings sieht der Wohnungsmarkt, wie wahrscheinlich überall in den Städten, auch hier in Wien nicht so rosig aus. Entweder sind die Wohnungen total herunter gekommen, zu klein oder zu weit draußen, dass man ohne Auto völlig aufgeschmissen wäre. Die Wohnung, die uns direkt total zugesagt hat ist von der Miete okay, aber von der Seite der Kaution/Provision einfach viel zu teuer. Zumindest für den jetzigen Zeitpunkt. Aus diesem Anlass, habe ich mir überlegt eine Arbeit zu suchen. Das hatte ich eh schon länger vor, aber irgendwie hat mich das Studium bis jetzt immer so in Atem gehalten, dass es für mich nicht miteinander vereinbar war.

Diese Idee stoß bei meinen Eltern nicht gerade auf große Begeisterung. Klar bin ich erwachsen und ihrer großen Fürsorge entschlüpft, aber es sind meine Eltern und ich glaube diese Eigenschaften legt man nicht ab, wie einen Mantel wenn man das Haus betritt. Am Montag hatten meine Mama und ich ein sehr langes und intensives Gespräch, bei dem sie mir von ihren und Papas Ängsten erzählt hat und ich kann das alles nachvollziehen.So wollen nicht, dass ich mich in etwas hineinstürze und dabei das, was eigentlich wichtig ist (meinen Master schreiben!) vergesse. Sie haben mich all die Jahe finanziell unterstützt und ich weiß, dass sie es auch bis zum Ende machen werden. Allerdings bin ich auch so zerrissen und es ist so schwer meinen Inneren Konflikt in Worte zu fassen. Natürlich habe ich Angst, das ich meine Masterarbeit immer weiter nach hinten verschiebe, weil ich kein Thema finde und, ganz kurios, Angst vor dem haben, was mich danach erwartet. Ich bin dann Ausbildungstechnisch fertig. Ich bin bereit für den Arbeitsmarkt und habe mich noch nie unvorbereiteter gefühlt wie jetzt. Meine Eltern spüren dass und ich bin froh, dass sie sich so um mich sorgen. Das sie so hinter mir stehen, egal wie lange ich brauche, egal wie lange sie mich unterstützen müssen. Auf jeden Fall tat es gut, alles los zu werden. Auch mit meinem Freund habe ich darüber gesprochen und bin auf sehr großes Verständnis gestoßen, was mir noch zusätzlich Kraft gegeben hat. Und um diesen Post mit einem weiteren Sahnehäubchen abzuschließen. An dem gleichen Abend habe ich noch eine Mail von einem Professor bekommen, dass ich nächsten Mittwoch mich mal mit ihm zusammen setzten kann um über mögliche Themen zu sprechen.

Schnell auf Holz geklopft, am Stahl gekratzt und dreimal im Kreis gedreht!

Heutiger Soundtrack: Johannes Oerding – Einfach nur weg

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