#Blick in die Vergangenheit – Weihnachten

Wenn ich an die Weihnachtszeit meiner Kindheit denke, dann muss ich sofort an Rolf Zuckowski und seine Lieder denken. Irgendwie ist er mit allem so untrennbar verbunden. Wir haben ihn gehört beim Plätzchen backen (wer bitte kennt nicht „In der Weihnachtsbäckerei“), beim spielen, beim Tannenbaum schmücken und an allen Adventstagen. Wir hatten sogar die VHS mit seinen ganzen Musikvideos zu seinem Album „Dezemberträume“. Mit jedem Lied verbinde ich irgendwelche Gefühle, Erinnerungen. Er hat einfach ein Gespür für das, was Kinder bewegt, was sie mögen und lustig finden. Ich erinnere mich daran, wie wir tanzend durch die Küche und das Wohnzimmer gesprungen sind, schief aber aus vollem Halse mitgesungen haben und einfach pure Freude empfunden haben.

Ich erinnere mich noch gut an die Abende im Dezember, wo man mit einem wohligen Kribbeln eingeschlafen ist, weil man am Morgen wieder ein Säckchen am Adventskalender öffnen konnte. Als mein Bruder noch sehr klein und ich schon in der Schule war, hatte ich immer diesen Trick, das er das erste Türchen öffnen durfte, denn wer zählen kann weiß, das die Nummer 24 dann von mir geöffnet werden durfte. Irgendwann ging das nicht mehr und wir haben uns jedes Jahr abgewechselt (am Anfang ging das immer mit wüsten Kämpfen einher ^^). Auch wenn es vielleicht ein wenig peinlich ist, aber heute noch macht meine Mama für uns beide einen Adventskalender. Mit ganz viel Liebe und ♥. Sie würde ihn sicherlich auch um die ganze Welt schicken, nur damit wir noch einmal dieses Gefühl von damals spüren können.

Ich erinnere mich auch an die Freude endlich den Tannenbaum aufzustellen, ihn zu schmücken und einfach vor ihm zu liegen, sich die Lichter anzugucken und seinen Duft einzuatmen. Der Tannenbaum ist für mich mit das wichtigste an Weihnachten. Wenn er nicht dabei wäre, dann ist es kein Weihnachten. Mein Bruder und ich sind seit jeher dafür verantwortlich ihn zu schmücken und die Krippe aufzubauen. Wir hören dabei Musik (unter anderem natürlich Rolf Zuckowski, Frank Sinatra und ein paar anderen), singen mit (jaaa auch wenn dieses Talent an uns vorbei gegangen ist) und tanzen. Natürlich dauert es ewig bis der Baum so ist, wie wir uns das wünschen. Unser Tannenbaum ist immer unperfekt. Er hat vielleicht ein paar zu wenig Zweige am oberen Bereich, eine Seite ist etwas eingedellt oder sieht einfach etwas unschön aus ^^ Wir zaubern mit bunten Sternen, alten Holzfiguren (noch von einer alten Freundin meiner Großeltern aus der DDR), von uns gemachten Baumschmuck (noch aus der Kindergartenzeit) und ganz viel Bling-bling der wirklich in die Kategorie „Kitsch“ fällt, einen Baum aus ihm, der sich vor anderen Tannenbäumen nicht verstecken muss. Wenn es eine Goldmedaille für den schönsten Baum geben würde, unser wäre immer ganz vorne mit dabei! Jedes Jahr findet man wieder neuen Kitsch der dann entweder den Alten verdrängt oder aber dazu kommt bis sich die Zweige so biegen, dass ein Teil der unteren Äste schon auf dem Boden liegt. In manchen Jahren übertreiben wir es, in anderen ist es genau richtig. Es liegt immer am Baum und an unserer Stimmung. Manchmal kann man einfach nicht aufhören zu schmücken xD

Ich erinnere mich auch an das eine Weihnachten, wo wir noch mit jeweils unseren beiden Großeltern in die Kirche gegangen sind und uns während der Messe nichts sehnlicher gewünscht haben als das es schneit. Und was passiert als wir durch die großen schweren Holztüren schreiten? Es fängt an zu schneien. Das war Magie, da hat man den Weihnachtsgeist gespürt. Wir waren glücklich und selig.

Vor allem seit dem ich nicht mehr zuhause wohne vermisse ich die Vorweihnachtszeit. Diese Adventssonntage, wenn jeder abwechselnd eine Kerze anzünden durfte, wenn wir am Abend des 5. Dezember alle zusammen gesungen und unsere Schalen für den Nikolaus herausgestellt haben. Ich vermisse diese nervöse und gleichzeitig total verrückte Aufregung, wenn man sieht, dass das Arbeitszimmer abgeschlossen ist, ein Zettel an der Tür klebt und wir anfangen zu rätseln, welche Geschenke das Christkind wohl schon deponiert hat. Natürlich haben wir irgendwann gewusst, das unsere Eltern die eigentlichen Weihnachtswichtel sind, aber ich liebe, selbst heute noch, den Glauben daran, dass es vielleicht doch etwas Magisches da draußen gibt.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest, mit ganz viel Liebe (♥), Besinnlichkeit, leckerem Essen, tollen Gesprächen, gemütlichem Kerzenschein, köstlichen Keksen, tonnenweise Schokolade, vielen Umarmungen, ganz viel Lachen und gute Laune. Ich wünsche euch von ♥-en das eure Wünsche in Erfüllung gehen und das ihr eine unvergessliche Zeit mit euren Lieben habt. Ich werde dieses Jahr in Erinnerungen schwelgen. Ich werde versuchen das kleine Mädchen in mir wieder wach zu kitzeln und einfach die Magie von Weihnachten auf mich wirken lassen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s