#Rezension – Das Erbe der Sterne

Das Erbe der Sterne (Riesen-Triologie Band 1)

Autor: James P. Hogan

Seitenanzahl: 352

Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 10,30 € (Taschenbuch – Österreich)

Verlag: HEYNE

Leseprobe: „Das Erbe der Sterne“

Worum geht es? In einer felsigen Höhle auf dem Mond wird eine Leiche in einem roten Raumanzug entdeckt. Niemand weiß, wer der Mann ist. Niemand weiß, woher er kam. Niemand weiß, wer oder was ihn umgebracht haben könnte. Als Wissenschaftler die Leiche daraufhin genauer untersuchen, stellen sie fest, dass der verblichene Raumfahrer 50.000 Jahre alt ist. Er wurde also zu einer Zeit geboren, als es weder die Raumfahrt noch menschliches Leben auf der Erde gab. Es ist das größte Rätsel in der Geschichte des Universums… (Quelle)

Wie ich ja schon mehrfach angemerkt habe, bin ich nicht wirklich ein großer Fan von den Genren Thriller/Krimi und Science-Fiction. Ich weiß eigentlich gar nicht so richtig warum. Beim Thriller / Krimi bin ich mir eigentlich im klaren darüber, denn teilweise finde ich diese Bücher einfach zu brutal und gruselig. Ja ich weiß, ich bin manchmal wirklich ein Angsthase. Aber meine Phantasie geht dann mit mir durch. Ich kann mir zum Beispiel auch keine Horrorfilme ansehen, aber das ist ein anderes Thema ^^ Science-Fiction ist eigentlich ein Genre, das ich aus dem einfachen Grund nie angefasst habe, weil ich dachte, dass es eh total überdreht ist und ich muss gestehen ich habe es ziemlich stark in die Nerd-Ecke gesteckt. Schande über mich! Wie falsch ich doch lag!

Ich habe gemerkt, dass mir insbesondere das Thema Weltraum, Universum, Zukunftsszenarien (egal ob negativ oder positiv) extrem zusagt. Ich finde das spannend und auch extrem faszinierend. Vor einigen Monaten habe ich mir auch aus dem Grund das Hörbuch „Amalthea“ bei Audible ausgesucht. Es hat stattliche 1.056 Seiten und das Hörbuch geht sagenhafte 34 Stunden und 26 Minuten. Am Anfang ist man förmlich erschlagen von all den Informationen die auf einen einprasseln. Es ist einfach zu viel von allem. Zu viel Physik und auf jeden Fall zu viel Mathematik. Aber wenn man sich hereinhört, merkt man was für ein Meisterwerk da geschaffen wurde. Ich habe es geliebt.

Aber zurück zu dem oben beschriebenen Buch, denn darum soll es ja schließlich gehen. Also, wie fand ich es denn nun?

Am Anfang wird man direkt in die Geschichte hineingeworfen. Man ist zusammen mit „Charlie“ auf dem Mond und weiß, das man vor irgendetwas fliehen muss. Man spürt seine Angst, seine Erschöpfung. Man merkt, das er Probleme hat mit seinem Anzug und das er sehr geschwächt ist. Sein Freund ist das genaue Gegenteil. Irgendwann ist er so schwach, dass er von seinem Freund in eine Höhle gelegt wird und dieser ihm verspricht, zurück zu kommen und ihn zu holen. Man spürt aber, dass dies nie passieren wird. Nicht weil er sein Versprechen nicht halten würde, sondern weil es ganz einfach unmöglich ist.

Danach gibt es einen großen Sprung zurück zur Erde, ins London des Jahres 2027 (zumindest wurde das irgendwann später mal angemerkt). Es gibt fliegende Passagierraumschiffe (oder wie auch immer man das beschreiben soll), man kann zum Mond fliegen als Tourist und die Menschheit ist prinzipiell technisch hoch spezialisiert. Zusammen mit dem Wissenschaftlern Dr. Victor Hunt befindet man sich an Board solch eines Schiffes. Er und noch ein paar weitere Wissenschaftler sind auf dem Weg in die IDCC-Zentrale. Sie wissen nicht warum, nur dass es äußerst dringlich ist. Hunt ist deshalb so von Bedeutung, da er eine Apparatur entwickelt hat, ein sogenanntes Trimagniskop, das im Laufe der Geschichte noch von großer Bedeutung sein wird. Dort angekommen wird ihnen offenbart, dass auf dem Mond eine unglaubliche Entdeckung gemacht wurde. Es wurde ein toter Raumfahrer gefunden, der wie ein Mensch aussieht, aber unfassbare 50.000 Jahre alt ist! Also zu einer Zeit gelebt hat, in der wir noch in Höhlen hausten und Grunzlaute von uns gaben.

Alleine schon diese Tatsache hat mich unglaublich neugierig gemacht. Mr. Hogan hat ein sehr gutes Gespür für Spannung, auch wenn es sich am Anfang alles ein bisschen zieht. Sobald aber Hunt „Charlie“, so wird der tote Raumfahrer genannt, gesehen hat und die ganze Forschungsmaschinerie los geht, ist es einfach so, dass man bzw. ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Man versucht alle Gedankengänge nach zu vollziehen, um nichts zu verpassen. Ich fand oft viele Schlussfolgerungen logisch und auch jede Wendung hat für mich Sinn gegeben. Neue Erkenntnisse wurden eingearbeitet, Altes wiederlegt und hin und wieder stand man vor einer unüberwindbaren Mauer, die aber durch eine neue Erkenntnis bzw. andere Sichtweise (hier hat mir zum Ende Professor Danchekker extrem gut gefallen!) überwunden wurde. Das Ende wieder rum hat mich total umgehauen. Ich habe damit nicht gerechnet, denn die zuvor gemachte Schlussfolgerung klang für mich so logisch und es waren nicht mehr viele Seiten bis zum Schluss ^^

Ich finde die Idee, dass es außer uns und den Lebewesen auf diesem Planeten noch etwas da draußen geben muss, sehr spannend. Ich meine, wer von uns hat nicht schon einmal in den Himmel geschaut und sich vorgestellt, was man alles in diesen Weiten finden könnte? Ich habe das oft gemacht. In „Das Erbe der Sterne“ gibt es neben Charlie und seiner Art auch noch eine weitere Art, die schon vor 24 Millionen Jahren gelebt hat. Sie waren technisch hoch spezialisiert und haben sogar Erkundungsreisen zur Erde unternommen. Dabei haben sie Lebewesen, Pflanzen und eine Vorstufe des heutigen Menschen mitgenommen. All dies haben sie getan, weil es auf ihrem Planeten „Minerva“ zu einer drastischen Veränderung von Konzentrationen der Atmosphäre kam, was ein Aussterben der dortigen Flora und Fauna zur Folge hatte. Sie sind extrem große, überhaupt nicht menschenähnliche Wesen und wurden von den Lunariern (Charlie und seine Art wird so genannt – nach ihrem Fundort) als Große Riesen beschrieben. Sie scheinen friedlebend gewesen zu sein, aber man weiß nicht, warum sie irgendwann das Sonnensystem und ihren Planeten verlassen haben. Falls die Bedingungen auf Minerva wirklich nicht mehr lebenswert gewesen wären, warum haben sie dann die Lunarier dort gelassen und sind nicht wieder zurück zur Erde geflogen? Das war das einzige, was ich an der Story nicht so logisch fand. Klar, passt es soviel besser, denn wenn die Ganymeder sich so entschieden hätten, dann gäbe es uns Menschen ja auch nicht. Ihr fragt euch sicher jetzt, woher wussten denn die Menschen von diesen Wesen? Nun ja, auf dem Jupiter wird unter dem Eis ein Raumschiff von ihnen gefunden. Darin befinden sich tote Ganymeder und auch etliche Exponate aus der frühen erdzeitlichen Geschichte.

Ich könnte noch so viel zu diesem Buch schreiben, aber ich möchte nicht Spoilern. Jeder von euch, der an Science-Fiction interessiert ist, sollte sich dieses Buch kaufen oder ausleihen. Es ist wirklich, wirklich gut und eine klare Leseempfehlung von mir!

Und das beste ist, es gibt auch noch eine 2. („Die Riesen von Ganymed“) sowie 3. Teil („Stern der Riesen“), dass sicherlich in der nächsten Zeit auch einen Weg in mein Bücherregal finden wird.

Eine kurze Frage am Schluss noch an euch: Habt ihr Science-Fiction Bücher gelesen, die ihr mir unbedingt empfehlen könntet? 

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2 thoughts on “#Rezension – Das Erbe der Sterne

  1. Ein weiteres Buch auf meiner Wunschliste. Es wird dringend Zeit, dass ich endlich ins Science-Fiction Genre einsteige (ich bin nicht sicher, ob „Die Abnormen“ schon als SF-Einstieg bezeichnet werden können). Vielen Dank auf jeden Fall für diese Rezension, die Lust darauf macht, das Buch zu lesen 🙂

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