#Rezension – Und nebenan warten die Sterne

Und nebenan warten die Sterne

Autorin: Lori Nelson Spielman

Seitenanzahl: 384

Preis: 14,99 € (für mich war es ein Weihnachtsgeschenk)

Verlag: FISCHER Krüger

Leseprobe: Und nebenan warten die Sterne

Worum geht es? Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt. Erika weiß nicht wohin mit ihrer Trauer um Kristen, möchte aber vor Annie keine Schwäche zeigen – bis diese plötzlich verschwindet. In ihrer Verzweiflung denkt sie immer wieder an eine Lebensweisheit ihrer Mutter „Verwechsle niemals das, was wichtig ist, mit dem, was wirklich zählt“. Erika wird klar: Sie muss Annie finden! Sonst verliert sie auch noch ihre zweite Tochter. Sonst verliert sie vielleicht alles.

Wie fand ich es? ENDLICH, endlich habe ich den dritten Roman von dieser wunderbaren Autorin. Ich mag Lori Nelson Spielman wirklich unglaublich gerne. Ihren Schreibstil, die Art wie sie die Figuren herausarbeitet und wie sie die Geschichten erzählt. Mir haben bis jetzt alle ihre Romane gefallen (gut, sind ja auch erst zwei), wobei ich sagen muss, dass „Morgen kommt ein neuer Himmel“ mir bis jetzt mit Abstand der liebste von allen ist. Es ist schon etwas länger her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich habe es erst jetzt kurioser Weise geschafft, eine Rezension zu schreiben. Macht nichts, besser spät als nie!

Also, ich muss zu Beginn erst einmal etwas gestehen! Ich war am Anfang überhaupt nicht begeistert von Erika. Sie hat mir nicht gefallen. Ihre ganze Art war mir irgendwie so fremd. Sie war so kalt, so aufgesetzt. Mir hat auch Annie nicht gefallen, bei ihr ist es eigentlich bis zum Schluss so geblieben. Meine Einstellung zu Erika hat sich im Laufe der Geschichte verändert, so wie sie sich selbst auch verändert hat. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat war, dass die Geschichte jeweils auch Erikas und aus Annies Sicht erzählt wird. Jede bekommt gleich viel Aufmerksamkeit, auch um es dem Leser zu ermöglichen, sich selber ein Bild zu machen und zu entscheiden, wie er die Dinge sieht.

Die Geschichte beginnt an dem Tag, an dem Annies Schwester bei einem tragischen Zugunglück ums Leben kommt. Eigentlich sollten Annie und Kristen beide im Zug zurück zur Uni sitzen, aber Annie ist, bedingt durch einen Plagiatsvorwurf, für ein Jahr von der Uni gesperrt. Sie weiß nicht genau, was sie mit der freien Zeit anfangen soll und ob sie überhaupt wieder an die Uni möchte. Sie steckt mitten in einer, wie sagt man so schön, Midlife-Crisis, wie sie wohl jeder/jede von uns schon einmal hatte, bzw. nachempfinden kann. Am liebsten würde sie raus, die Welt sehen, aber sie traut sich auch nicht wirklich, auf der einen Seite, weil sie Angst vor Veränderungen hat und auf der anderen Seite, weil sie es sich nicht wirklich zutraut. Ihr Selbstbewusstsein ist wirklich nicht das beste.

Nach dem Tod ihrer Schwester ist Annie am Boden zerstört. Sie will es einfach nicht verstehen und hält sich selber mit dem Wunschgedanken aufrecht, dass ihre Schwester das Zugunglück überlebt hat und irgendwo da draußen ist und ihr ein Zeichen übermitteln möchte. Sie wird so besessen von dem Gedanken, dass sie sogar ein Jobangebot in Paris annimmt, weil sie denkt, ihre Schwester wäre nach dort hin geflüchtet. Sie denkt dies auch, weil der (Ex)-Freund ihrer Schwester ihr Hinweise gibt, auch einen Hinweis, den ich aber nicht spoilern möchte ^^ Auf jeden Fall bricht sie komplett den Kontakt zu ihrer Mutter ab, nach dem diese sie zum wiederholten Male enttäuscht hat. Sie reist ohne ihr Wissen nach Paris.

Ihre Mutter hingegen muss sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander setzten. Dem Grund, warum sie glaubt ein so zerrüttetest Verhältnis zu ihrem Vater zu haben, warum ihre Mutter wirklich gestorben ist und was das alles für sie selber bedeutet. Warum sie zu dem Menschen geworden ist, der sie heute ist.

Annie wiederum landet bei einem sehr netten Professor und dessen komplizierter Tochter. Sie entwickelt Gefühle für Tom (den Professor). Durch ihre Art öffnet sie die ansonsten extrem schwierige Tochter von Tom und gewinnt ihre Freundschaft. Auf Umwegen bekommt Erika die E-Mail Adresse von Tom und ab dem Moment wo sie ihm zum ersten Mal angeschrieben hat (als sorgenvolle Mutter, deren Tochter einfach abgehauen ist und das nicht nur in einen anderen Bundesstaat sondern gleich auf einen anderen Kontinent) spüren beide eine starke Verbindung. Sie halten über die ganze Zeit in der Anni in Paris ist den Kontakt und merken immer mehr, wie sie sich in einander verlieben.

Es kommt wie es kommen muss. Tom und Erika treffen sich. Sie merken, wie viel sie dem andren Bedeuten. Wie viel es ihnen bedeutet, die Gesellschaft des anderen zu genießen und seine Gedanken auszutauschen. Erika kann hier sein, wie sie ist, sie muss sich nicht verstellen, wie sie es ihr ganzes restliches Leben getan hat. Ich glaube, wenn sie Tom früher kennen gelernt hätte, dann hätte er sich vielleicht nicht in sie verliebt.

Ich möchte euch nicht erzählen wie es zum Ende ausgeht, nur so viel, dass ich Gänsehaut hatte und mich wirklich gefreut habe ^^ Aber lest selber ….

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