Woche 39 von 52 – #ihaveembraced

Die letzte Woche war vom mentalen Standpunkt echt schwer. Sie hat total normal und angenehm angefangen. Ich bin bei meiner Masterarbeit weiter gekommen, hatte ein super informatives Statistiktreffen und auch so, war ich wirklich gut drauf. Am Samstag dann, sind mein Freund und ich durch die Stadt getingelt um mir endlich ein Kleid für die Hochzeit einer lieben Freundin zu kaufen. Ich habe etliche anprobiert. Aber keines hat mir gefallen. Die Ankleidkabinen und deren Licht sind ja auch nicht wirklich vorteilhaft sein eigenes Körperempfinden zu steigern. Nach vier Läden war meine Laune irgendwo tief im Keller. Dann beim „Müller“ habe ich den Film „Embrace“ gefunden. Ich hatten ihn schon vorher schauen wollen, im Kino, es aber nicht geschafft. Am Mittag habe ich ihn mir dann angeschaut und war unglaublich geflasht. So viele Dinge, die dort erzählt wurden, haben mich total ins Herz getroffen. All diese negativen Gedanken, die mich seit so vielen Jahren begleiten kamen wieder hoch und ich saß weinend und schluchzend auf dem Sofa.

Warum fällt es vielen von uns so schwer, uns so anzunehmen, wie wir sind? Warum quälen wir uns mit Gedanken, die so brutal sind und die wir niemals zu anderen Personen laut sagen würden? Wir sehen uns selber als minderwertig an, als nicht liebenswürdig, als unansehnlich, als zu dick, zu fett, zu wabbelig, als zu viel Cellulite, zu viel von dem und zu wenig von dem. Natürlich prägen uns die Medien, sie leben uns etwas vor, das es in der Realität nicht gibt.

Wir, die Gesellschaft, sollten endlich anfangen, jede Körperform Wert zuschätzen. Egal ob dünn, dick, klein, groß, krumm oder wie auch immer. Jede und jeder ist auf seine Art und Weise schön. Wie wir im Inneren sind macht uns aus und es stimmt, erst wenn wir anfangen uns selbst zu lieben, können wir auch wahrhaftig andere Menschen lieben.

Ich habe mich so schrecklich gefühlt, weil mir auf einmal wieder so bewusst wurde, wie sehr ich meinem Körper unrecht tue. Es ist der einzige den ich habe, er trägt mich durch den Tag, er ermöglicht es mir zu joggen, zu schwimmen, andere zu umarmen und über mich hinaus zu wachsen. Wie Danke ich ihm? Ich quälen ihn, gebe ihm nicht die Nährstoffe die er braucht, stehe vor dem Spiegel und mache ihn fertig. Ich möchte damit aufhören. Jetzt und für immer. Ich bin schön, ich bin so viel mehr als nur mein Äußeres. Ich bin sensibel, hilfsbereit, weich, ehrlich, liebevoll, anschmiegsam und und und. Ich will endlich wieder richtig leben.

I HAVE EMBRACED!

Song of the Day: „Embrace“ von Jude Perl

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