#Gelesen im … Juni 2017

So besser spät als nie, kommt jetzt auch mal mein kurzer und knapper Monatsleserückblick. Insgesamt habe ich im Juni 3 Bücher (Asche über mein Haupt) mit 922 Seiten gelesen.

1. Hat mir gut gefallen

1) „Um Leben und Tod“ von Henry Marsh (Seiten: 368/ Verlag: Penguin Verlag / Preis: 10 €) – wurde mir als Rezensionsexemplar zugeschickt. Eine ausführliche Rezension findet ihr hier.

2) „Romeks Bruder“ von David Faber  (Seiten: 224/ Verlag: dtv/ Preis: 11,40 € bzw. vergriffen/ ich hab es auf einem Flohmarkt gefunden)

Worum geht es? Im Sommer 1939 war die Welt für den kleinen David noch in Ordnung. Doch bald darauf, mit der deutschen Besetzung Polens, wurde alles anders. Wie durch ein Wunder überlebte David als einziger seiner Familie die Mordaktionen. Es folgte eine grauenvolle Odyssee durch verschiedene Arbeits- und Konzentrationslager, ständiger Todesangst, entsetzlichen Grausamkeiten und fortwährenden Entbehrungen ausgesetzt. Das Andenken an seinen bewunderten Bruder Romek, der im Widerstand gewesen war und von den Nazis vor seinen Augen ermordet wurde, gab dem Jungen die Kraft zu überleben. Erst 25 Jahre nach seiner Befreiung war er in der Lage, über seine Leidenszeit zu sprechen. Aus seinem Bericht entstand dieses Buch, ein anrührendes Zeugnis gegen das Vergessen und eine Mahnung zum entschlossenen Widerstand gegen jegliche Inhumanität.

Wie fand ich es? Ich habe dieses Buch vor Jahren schon einmal gelesen und war ziemlich ergriffen. Wie eigentlich von jedem Buch, dass sich mit den Erlebnissen von Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg befasst. Auch jetzt hatte ich wieder Gänsehaut und Tränen in den Augen.

2. Konnte mich leider nicht so überzeugen

1) „Die Brut – Sie sind da“ von Ezekiel Boone (Seiten: 400 / Verlag: FISCHER Taschenbuch / Preis: 9,99 €)

Worum geht es? Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.

Wie fand ich es? An dem Tag, als ich mir dieses Buch gekauft habe, hatte ich einen ziemlich stressigen Tag an der Uni hinter mir. Nichts hatte geklappt und ich war einfach ziemlich gefrustet. Was macht man dann? Klar, Buchshoppen. Ich habe das Buch gesehen, es mir geschnappt (weil mir der Klappentexte gefallen hat und ich die Aufmachung super fand) und bin direkt zur Kasse gegangen. Denn meistens ist es so, dass wenn ich zulange durch den Laden laufe, dass ich dann gar nicht mehr weiß ob ich mir das Buch jetzt holen soll oder nicht. Geht euch das auch so?

Auf jeden Fall, habe ich erst beim lesen gemerkt, dass es um Spinnen geht ^^ Ich weiß, lacht mich aus, der Cover zeigt es ja schon, ich weiß! Auf jeden Fall hat sich am Anfang wieder richtiger Ekel in mir eingestellt. In den letzten Wochen war es eigentlich so, dass sich meine „Beziehung“ zu Spinnen ins richtig Positive entwickelt. Warum mir aber dauert ein Schaudern über den Rücken gelaufen ist, liegt daran, dass Spinnen hier als wirkliche Monster dargestellt werden. Die Urängste des Menschen werden angesprochen. Was mir aber gefehlt hat, war eine tiefgründige und sauber recherchierte Thrillerhandlung. In „Die Brut“ driftet die Story relativ schnell ab in oberflächliche Action ab, die kaum fachlich fundierte Einblicke bietet. Das fand ich schade, denn wie ich Spinnen sehe, hat sich so stark verändert. Ich finde sie sogar, in irgendeiner Art und Weise ziemlich niedlich. Allerdings, dass muss ich auch gestehen, nur bis zu einer bestimmten  Größe. Also alles was über 1,5 cm geht, finde ich immer noch sehr ekelig. Aber zurück zum Buch. Am Anfang dachte ich, dass die Story der Nazca-Linien in Peru mehr in den Vordergrund rücken würde. Denn das hätte ich wirklich spannend gefunden, wenn es in die mystische Richtung gegangen wäre. Dem war aber nicht so. Im Grunde hat dies überhaupt keinen Rolle gespielt. Auch der Rest des Buches war in meinen Augen nicht rund, es war irgendwie unglaubwürdig und plump.

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