#Rezension – Vintage Love

Vintage Love

Autorin: Stephanie Lehmann

Seitenanzahl: 544 Seiten

Preis: 9,99 € (Ich habe es bei reBuy für etwas mehr als 1 € bekommen)

Verlag: HEYNE Verlag

Leseprobe: Vintage Love – Leseprobe

Vintage Love

Worum geht es? New York, am Astor Place: In einen Muff eingenäht findet Amanda, Besitzerin eines Vintage- Ladens, ein Tagebuch, das dort offensichtlich jemand sicher verwahren wollte. Amanda erzählt niemandem von ihrem Fund und macht sich daran, das Tagebuch zu lesen. Sie wird tief in das Jahr 1907 und die Lebensgeschichte der 20-jährigen Olive Westcott hineingezogen. Immer mehr Parallelen entdeckt sie zwischen sich und der jungen Frau, und viele Fragen kommen auf, deren Antworten Amanda in dem geheimen Tagebuch vermutet …

Wie fand ich es? Ein Tagebuch zu finden ist immer spannend, vor allem, wenn es aus einer Zeit stammt, die so vollständig anders ist als die in der wir uns gerade befinden. Es gab noch kein Wahlrecht für Frauen, Schminke war ein Zeichne des verdorbenen Charakters und wehe das Kleid hat zu viel vom Knöchel gezeigt. Wenn eine Frau sich mit einem Mann eingelassen hat, was sie für die Gesellschaft verloren. Für einen Mann, egal ob verheiratet oder ledig, galt das natürlich nicht! Aber über die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern soll es jetzt nicht gehen, auch wenn es im vorliegenden Roman immer auch mitschwingt und thematisiert wird.

Was mir von Anfang an wirklich gut gefallen hat, war die Übersichtlichkeit, also wann es sich um Amanda handelt und wann um Olive. Da mich vor allem die damalige Zeit in der Olive lebt und insbesondere ihre spezielle Situation besonders angesprochen hat, konnte ich es immer kaum erwarten, bis sie wieder an der Reihe war. Ihr Leben hat sich um 180°C gedreht als ihr Vater bei einem Autounfall verstirbt. Plötzlich ist sie mittellos, da er während der Wirtschaftskrise sein komplettes Vermögen verloren hat (ohne es ihr zu erzählen). Der Titel und auch das Cover lassen vielleicht vermuten, dass es viel um Mode gehen würde oder das die Geschichte eher seicht sein würde. Dem ist aber nicht so. Es ging vor allem um Freundschaft, Liebe und sich in der Gesellschaft zu behaupten.  Außerdem ist der Roman, was den  geschichtlichen Teil angeht, wirklich sehr gut recherchiert und man bekommt wirklich sehr viel Hintergrundwissen (plus eine kleine New York Stadtführung).

Zu Amanda eine Beziehung aufbauen war schwieriger als zu Olive, was ich aber nicht schlimm fand. Ihre Gefühlswelt  konnte ich teilweise nicht ganz nachvollziehen. Im Laufe des Romans hat sie sie aber eine Veränderung durchgemacht, die mir sehr gefallen hat. Sie wirkt gefasster, offener und reifer. Es erscheint, als ob ein paar von Olives Charakterzügen auf sie übertragen worden sind. Amanda hat eine Beziehung zu einem verheirateten Mann, ihrem altem Jungenfreund Jeff. Diese Beziehung war ein schöner Brückenschlag zu Olives Freundin, die sich mit ihrem Vorgesetzten eingelassen hatte und so einen etwas komfortableren Lebensstil sich leisten konnte. Wobei komfortable eher in Anführungszeichen zu stehen hat.

Fazit: Ein wirklich schöner, romantischer, bewegender, gut recherchierter und vor allem unterhaltsamer Roman über eine Zeit des Umbruchs und der Veränderungen. Gleichzeitig aber auch ein Roman der Gegenwart, mit Problemen die uns vertrauter sind. Ein wirklich schönes Buch, dass ich euch von ♥-en empfehlen kann! Ich würde es mit Sicherheit noch einmal lesen!

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