Woche 42 von 52 – Noch 10 Wochen …

Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann ist in 10 Wochen mein Experiment für mehr Dankbarkeit schon wieder vorbei. Irgendwie ist es verrückt wie schnell diese Zeit vergangen ist. Ich habe bis jetzt das Gefühl, dass ich dieses Jahr nur von Woche zu Woche gelebt habe. Eigentlich ist das schön, weil ich früher immer so viel geplant habe und oft mir kaum einen Moment zum Durchatmen gegönnt habe.

Aaabberr zu einem endgültigen Fazit möchte ich jetzt noch nicht kommen. Diese Woche war ich vor allem Dankbar für die langen und schönen Telefonate mit meiner Mama. Am Freitag habe ich mich dann endlich wieder mit einer wunderbaren Freundin getroffen. Wir waren erst im Swing Kitchen und haben dann bei mir daheim noch zwei Folgen „Sense8“ gesuchtet. Durch sie habe ich erst diese fantastische Serie gefunden und WOW ich kann sie euch so was von ans Herzchen legen. Auch wenn man am Anfang überhaupt nicht versteht worum es geht und man mehr verwirrt ist als alles andere, lohnt es sich am Ball zu bleiben. Mir wurde mal wieder bewusst, wie wertvoll mir die kleinen Dinge sind und wie gut sie mir tun, auch wenn ich oft meine Comfort Zone verlassen muss.

Was mich diese Woche etwas runter gezogen hat, ist wie langsam ich mit meinem Master voran komme! Aber ich bin positiv, dass es bald voran gehen wird. Ich hoffe es, es muss ^^

Song of the Day: „Wanderer“ von  Mogli

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Woche 39 von 52 – #ihaveembraced

Die letzte Woche war vom mentalen Standpunkt echt schwer. Sie hat total normal und angenehm angefangen. Ich bin bei meiner Masterarbeit weiter gekommen, hatte ein super informatives Statistiktreffen und auch so, war ich wirklich gut drauf. Am Samstag dann, sind mein Freund und ich durch die Stadt getingelt um mir endlich ein Kleid für die Hochzeit einer lieben Freundin zu kaufen. Ich habe etliche anprobiert. Aber keines hat mir gefallen. Die Ankleidkabinen und deren Licht sind ja auch nicht wirklich vorteilhaft sein eigenes Körperempfinden zu steigern. Nach vier Läden war meine Laune irgendwo tief im Keller. Dann beim „Müller“ habe ich den Film „Embrace“ gefunden. Ich hatten ihn schon vorher schauen wollen, im Kino, es aber nicht geschafft. Am Mittag habe ich ihn mir dann angeschaut und war unglaublich geflasht. So viele Dinge, die dort erzählt wurden, haben mich total ins Herz getroffen. All diese negativen Gedanken, die mich seit so vielen Jahren begleiten kamen wieder hoch und ich saß weinend und schluchzend auf dem Sofa.

Warum fällt es vielen von uns so schwer, uns so anzunehmen, wie wir sind? Warum quälen wir uns mit Gedanken, die so brutal sind und die wir niemals zu anderen Personen laut sagen würden? Wir sehen uns selber als minderwertig an, als nicht liebenswürdig, als unansehnlich, als zu dick, zu fett, zu wabbelig, als zu viel Cellulite, zu viel von dem und zu wenig von dem. Natürlich prägen uns die Medien, sie leben uns etwas vor, das es in der Realität nicht gibt.

Wir, die Gesellschaft, sollten endlich anfangen, jede Körperform Wert zuschätzen. Egal ob dünn, dick, klein, groß, krumm oder wie auch immer. Jede und jeder ist auf seine Art und Weise schön. Wie wir im Inneren sind macht uns aus und es stimmt, erst wenn wir anfangen uns selbst zu lieben, können wir auch wahrhaftig andere Menschen lieben.

Ich habe mich so schrecklich gefühlt, weil mir auf einmal wieder so bewusst wurde, wie sehr ich meinem Körper unrecht tue. Es ist der einzige den ich habe, er trägt mich durch den Tag, er ermöglicht es mir zu joggen, zu schwimmen, andere zu umarmen und über mich hinaus zu wachsen. Wie Danke ich ihm? Ich quälen ihn, gebe ihm nicht die Nährstoffe die er braucht, stehe vor dem Spiegel und mache ihn fertig. Ich möchte damit aufhören. Jetzt und für immer. Ich bin schön, ich bin so viel mehr als nur mein Äußeres. Ich bin sensibel, hilfsbereit, weich, ehrlich, liebevoll, anschmiegsam und und und. Ich will endlich wieder richtig leben.

I HAVE EMBRACED!

Song of the Day: „Embrace“ von Jude Perl

Woche 38 von 52 – Anatevka und der Kampf mit R-Studio

Diese Woche bin ich endlich fertig geworden mit der Untersuchung und Auswertung meiner Proben für die Masterarbeit. Jetzt geht erst die wirkliche Arbeit los … Statistische Auswertung. Wuhu, ich liebe es (NICHT)! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich kaum Ahnung auf diesem Feld habe, vor allem weiß ich überhaupt nicht, wie ich mit R-Studio bzw. R-Commander umgehen soll. Es ist sehr ausgelegt auf die Eingabe von Kommandos, die ich nicht kenne und in meinen Augen ist dieses Programm einfach mega unübersichtlich. Vielleicht habe ich in der nächsten Woche die Chance mit jemandem aus der Uni das zu beheben. We will see.

Wirklich viel ist dann nicht noch passiert. Gestern waren wir aber mal wieder ein bisschen Kultur tanken und haben uns „Anatevka“ in der Volksoper angeschaut. Wie beim letzten Mal super schön und wirklich sehenswert! Außerdem hatten wir das Glück, in der Pause einmal hinter die Kulissen blicken zu können ^^ Tja, ein Glück wenn man Konektions hat ♥

Song of the Day: „Wenn ich einmal reich wär“ von der Volksoper Wien (Trailer)

Woche 37 von 52 – Familie

Diese Woche, eigentlich erst gestern, ist mir wieder so bewusst geworden, wie dankbar ich für jeden einzelnen in meiner Familie bin. Denn dieses Wochenende war mal wieder das klassische Familienwandern anberaumt. Ich konnte wie auch im letzten Jahr nicht daran teilnehmen. Mein Bruder und der Mann meiner Cousine haben mir zwischendurch immer wieder Bilder geschickt. Dort saß meine ganze Familie unter dem Dach einer Schutzhütte. Vor ihnen war der gesamte Tisch bedeckt mit Essen. Mundgerecht geschnittene Gurken- und Möhren, Cocktailtomaten, belegte Brötchen, Obst und ganz viel Süßkram ^^ So ist das immer bei uns. Continue reading „Woche 37 von 52 – Familie“

Woche 31 von 52 – Bitte entschuldigt mich

In der letzten Woche habt ihr von mir keinen Eintrag bekommen. Ich war ganz einfach nicht in der Lage dazu. Am Sonntag davor hatte ich erfahren, dass mein Opa gestorben ist. Jemand, der mir so stark am Herzen lag. Ich bin am Dienstag (nach einem wichtigen Vortrag in der Uni) sofort nach Hause geflogen, um bei meiner Familie zu sein. Ihre Nähe und ihren Trost zu spüren. Ich habe meinen Opa noch einmal gesehen, es war seltsam aber auch so unglaublich beruhigend. Mich von ihm zu verabschieden tat weh, sehr weh. An seinem Sarg stand ein wunderschönes Foto. Dieses Bild wurde vor einigen Jahren aufgenommen als wir alle zusammen auf Langeoog waren. Der Insel, wo wir als Kinder sehr oft mit unseren Eltern und Großeltern waren. Auf diesem Bild hat er gestrahlt vor Glück und Lebensfreude. Ihn so zu sehen und zu wissen das man seine Stimme nie wieder hören wird, tat im Herzen weh. Es war keine leichte Zeit. Jetzt geht es besser, auch wenn ich oft von einer Welle aus Traurigkeit überrollt werde.

Ich glaube nicht, dass ich mich für das Ausbleiben des 30. Beitrages entschuldigen muss, aber ich wollte es euch einfach wissen lassen. Ab jetzt werden wieder jede Woche Einträge von mir kommen.

Genießt noch die Sonne und habt einen entspannten Tag ♥

Woche 26 von 52 – Ich will mich vergraben

Den Fakt, dass ich ganz schlicht und einfach die 25 Woche vergessen habe, lassen wir ganz wohlwollend einfach an der Seite liegen. Es ist doch nicht so einfach wie ich dachte, jeden Sonntag die Woche Review passieren zu lassen und sich zu überlegen, für was kann ich diese Woche dankbar sein? Man lebt von Tag zu Tag. Mal schafft man es leicht aufzustehen, mal scheint eine tonnenschwere Last auf deinen Schultern zu liegen und du fühlst dich einfach nur erdrückt, obwohl es keinen Grund gibt. Mir geht es, im Gegensatz zu so vielen Menschen da draußen richtig gut. Ich habe noch den Luxus in den Tag zu leben, weil ich mich gerade nur mit meiner Masterarbeit beschäftigen muss. Aber gerade die lässt meine Gedanken rasen und gibt mir das Gefühl ein Nichts zu sein, weil ich einfach so durcheinander bin.

Warum haben wir immer so viel Angst davor uns zu blamieren? Ich weiß, dass vielen Menschen grausam sein können, wenn sie merken, dass sie gerade einen wunden Punkt in deinem Selbstbewusstsein gefunden haben. Schwach zu wirken, können wir uns nicht erlauben. Ich finde das schrecklich, denn gerade Schwäche zu zeigen, kann manchmal so befreiend sein. Man muss nicht ständig so tun, als ob man alles wüsste, man kann sagen, hier bin ich, ich weiß das gerade nicht, ich fühle mich unwohl damit und ich brauche Hilfe. Früher hatte ich noch mehr Angst davor mich so anderen zu öffnen, gerade weil mir in der Vergangenheit Menschen begegnet sind, die das brutal ausgenutzt haben. Aber ich bin es leid, ich möchte auch mal schwach sein!

Song of the Day: „Run run run“ von Junge Junge