Woche 31 von 52 – Bitte entschuldigt mich

In der letzten Woche habt ihr von mir keinen Eintrag bekommen. Ich war ganz einfach nicht in der Lage dazu. Am Sonntag davor hatte ich erfahren, dass mein Opa gestorben ist. Jemand, der mir so stark am Herzen lag. Ich bin am Dienstag (nach einem wichtigen Vortrag in der Uni) sofort nach Hause geflogen, um bei meiner Familie zu sein. Ihre Nähe und ihren Trost zu spüren. Ich habe meinen Opa noch einmal gesehen, es war seltsam aber auch so unglaublich beruhigend. Mich von ihm zu verabschieden tat weh, sehr weh. An seinem Sarg stand ein wunderschönes Foto. Dieses Bild wurde vor einigen Jahren aufgenommen als wir alle zusammen auf Langeoog waren. Der Insel, wo wir als Kinder sehr oft mit unseren Eltern und Großeltern waren. Auf diesem Bild hat er gestrahlt vor Glück und Lebensfreude. Ihn so zu sehen und zu wissen das man seine Stimme nie wieder hören wird, tat im Herzen weh. Es war keine leichte Zeit. Jetzt geht es besser, auch wenn ich oft von einer Welle aus Traurigkeit überrollt werde.

Ich glaube nicht, dass ich mich für das Ausbleiben des 30. Beitrages entschuldigen muss, aber ich wollte es euch einfach wissen lassen. Ab jetzt werden wieder jede Woche Einträge von mir kommen.

Genießt noch die Sonne und habt einen entspannten Tag ♥

Woche 26 von 52 – Ich will mich vergraben

Den Fakt, dass ich ganz schlicht und einfach die 25 Woche vergessen habe, lassen wir ganz wohlwollend einfach an der Seite liegen. Es ist doch nicht so einfach wie ich dachte, jeden Sonntag die Woche Review passieren zu lassen und sich zu überlegen, für was kann ich diese Woche dankbar sein? Man lebt von Tag zu Tag. Mal schafft man es leicht aufzustehen, mal scheint eine tonnenschwere Last auf deinen Schultern zu liegen und du fühlst dich einfach nur erdrückt, obwohl es keinen Grund gibt. Mir geht es, im Gegensatz zu so vielen Menschen da draußen richtig gut. Ich habe noch den Luxus in den Tag zu leben, weil ich mich gerade nur mit meiner Masterarbeit beschäftigen muss. Aber gerade die lässt meine Gedanken rasen und gibt mir das Gefühl ein Nichts zu sein, weil ich einfach so durcheinander bin.

Warum haben wir immer so viel Angst davor uns zu blamieren? Ich weiß, dass vielen Menschen grausam sein können, wenn sie merken, dass sie gerade einen wunden Punkt in deinem Selbstbewusstsein gefunden haben. Schwach zu wirken, können wir uns nicht erlauben. Ich finde das schrecklich, denn gerade Schwäche zu zeigen, kann manchmal so befreiend sein. Man muss nicht ständig so tun, als ob man alles wüsste, man kann sagen, hier bin ich, ich weiß das gerade nicht, ich fühle mich unwohl damit und ich brauche Hilfe. Früher hatte ich noch mehr Angst davor mich so anderen zu öffnen, gerade weil mir in der Vergangenheit Menschen begegnet sind, die das brutal ausgenutzt haben. Aber ich bin es leid, ich möchte auch mal schwach sein!

Song of the Day: „Run run run“ von Junge Junge

Woche 23 von 52 – Zeit fliegt

Diese Woche ist in einem Loch aus Lernen und ganz viel Schnee versunken. Um ehrlich zu sein, habe ich einen Schock bekommen, als ich heute morgen realisiert habe, dass ja schon Sonntag ist. Das bedeutet, dass meine allerletzte (ich wiederhole das, extra nur für mich selber!) ALLERLETZTE Prüfung in meinem Master direkt vor der Tür steht. Ich hätte nie gedacht, dass der Moment mal kommen würde und so richtig glauben mag ich es auch nicht. Jetzt steht wirklich nur noch (noch ist auch eine liebevolle Umschreibung für harte Arbeit) die Masterarbeit an. Wahnsinn. Dann bin ich fertig. Zwar 1 Jahr später als gedacht, aber hey, so ist das Leben. Nicht immer läuft alles rund, nicht immer kann man 100 % geben. Ich bin froh, wenn ich auch dahinter einen Hacken machen kann und in ein neues Abenteuer (aka Arbeit) stürzen kann.

In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen, habt alle einen schönen Restsonntag, ich werde mich heute nicht mehr mit Pilzen, Nitrifizierenden Bakterien und dem Kohlenstoffkreislauf dieser Erde befassen (das Thema der Klausur ist Bodenmikrobiologie ^^) sondern mich ganz meiner neuen Sucht widmen: House of Cards schauen ♥

Song of the Day: „Don’t wanna know“ von Maroon 5 (MAGNÜS X UPLINK Remix)

Woche 19 von 52 – Veränderungen stehen an

So, dass Jahr ist schon wieder eine Woche alt. Ich weiß, die Zeit die rennt. Ich habe mich diese Woche wieder selber übertroffen und gleich drei Mal etwas gepostet, was mich ein bisschen stolz macht, obwohl ich weiß, dass ich in den nächsten Wochen dieses Pensum definitiv nicht einhalten werden kann. Zum einen weil ich mich endlich richtig auf meine Masterarbeit konzentrieren möchte. Ich möchte dieses Kapitel endlich abschließen, denn ich schiebe es schon so lange vor mir her. Na ja, so lange jetzt auch wieder nicht, aber ich habe das Gefühl ich schleppe diesen Beutel schon ewig mit mir rum. Er sitzt immer in meinem Hinterkopf und versucht mich zu tritzen, in dem er mir immer wieder vor Augen hält, wie wenig ich eigentlich bis jetzt geschafft habe und das der Professor vielleicht eines Tages auf den Gedanken kommt mich wieder raus zu kicken, weil ich so eine lahme Ente bin.

Ich bin diese Woche vor allem für das unsagbare Glück dankbar, dass wir am Samstag hatten. Das wir etwas gefunden haben, von dem ich glaube, dass es ein großer Schritt für mich und meinen Freund bedeutet. Drückt die Daumen, dass ich nächste Woche wirklich das Geheimnis lüften kann (auch wenn wahrscheinlich die meisten eh erraten können um was es geht ^^). Aber ich habe gemerkt, wenn man zu laut darüber redet, dann passiert in der letzten Minuten noch irgendetwas und das was man sich so gewünscht hat tritt dann doch nicht ein.

In diesem Sinne, habt noch einen schönen Restabend. Ich werde jetzt ins Bett kugeln, denn ich war gerade mit einer liebe Freundin in einem Lokal, das ich für alle Wieninteressierten in den nächsten Tagen auch einmal vorstellen möchte. Das Schlemmen fand also rein im Sinne der Recherche statt ^^ Gute Nacht und auf ganz bald …. ♥

Song of the Day: Happy „in Vienna“ – Pharrel Williams

Momente die mich 2016 verändert und glücklich gemacht haben …

Ich glaube das wirklich jeder und jede, egal ob er/sie es heimlich oder im öffentlichen macht, für sich eine Jahresbilanz zieht und neue Vorsätze für das neue Jahr aufstellt. Ich habe noch nie etwas von Vorsätzen gehalten, weil ich weiß, dass spätestens im Februar nicht mehr viel davon übrig bleibt und warum soll ich warten, bis ein neues Jahr anbricht, wenn ich entscheidende Veränderungen jeden Tag im Jahr anfangen kann?

Ich habe mich früher immer sehr verantwortlich gefühlt solche Vorsätze aufzustellen und um jeden Preis einzuhalten. Das setzt einen natürlich extrem unter Druck. Ich bin eine extrem pflichtbewusste und selbstkritische Person. Wenn ich etwas anfange, dann muss ich um jeden Preis das auch zuende führen. Das Problem ist, wenn man das zu lange treibt, dann macht man sich selber kaputt. Man brennt aus und kommt irgendwann an einen Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht. 2015 war für mich ein ganz schreckliches Jahr in dieser Hinsicht. Ich habe gegen meine Essstörung gekämpft, habe mich niemanden bis zu meinem Geburtstag anvertraut und bin so selbstzerstörerisch mit meinem Körper umgegangen. An Silvester 2016 hatte ich einen Moment, in dem ich ganz plötzlich ganz klar war. Ich habe mich so frei gefühlt und wusste plötzlich, dass das nächste Jahr nur besser werden kann. Und wie recht ich hatte.

Im Februar 2016 habe ich den Menschen kennen gelernt, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich ihn jemals in meinem Leben treffen würde. Es ist verrückt so etwas in meinem Alter zu schreiben, aber ich hatte dieses Gefühl. Niemand den ich vorher kennen gelernt habe, hat diese Wirkung auf mich wie er. Er schenkt mir Ruhe und absolute Sicherheit. Er macht mich glücklich und lässt mich ankommen. Ich bin froh, dass er in mein Leben getreten ist und ich werde ihn nie wieder loslassen.

Im März war ich mit meinen Eltern und meinem Bruder seit langer Zeit mal wieder zusammen im Urlaub. Wir sind nach 11 Jahren mal wieder nach Mallorca geflogen und hatten eine unfassbar wunderschöne Zeit. Meine Familie bedeutet mir alles. Wir telefonieren fast jeden Tag. Es tut gut, sie zu hören, denn sie einfach mal in den Arm zu nehmen das geht ja leider nicht. Aber ich darf nicht jammern, denn ich habe mich ja selber dazu entschieden 1000 km weg, nach Wien zu ziehen.

Im Mai bin ich dann beim Wiener Frauenlauf mit gelaufen und habe für mein Verhältnis eine wunderbare Zeit geschafft. Ich hatte erst im Februar angefangen zu trainieren und bin direkt 5 km in 35 Minuten gelaufen. Ich war so unfassbar stolz auf mich. Laufen hat mir geholfen, meine Ängste hinter mir zu lassen. Ich habe gemerkt, dass ich etwas schaffen kann, wenn ich es wirklich möchte und das ich unglaubliche Power in mir habe. Laufen hat mich glücklich gemacht und auch, wenn es am Anfang hart war und ich schon nach 2 km geschnauft habe wie ein altes Walross, habe ich nicht aufgegeben und weiter gekämpft. Zum Schluss bin ich sogar locker fast 10 km gerannt. Zu dieser Leistung möchte ich 2017 unbedingt zurück kommen!

Der Sommer war für mich eine teils komplizierte aber auch wunderschöne Zeit. Ich war fast zwei Monate daheim, was mir persönlich vor allem psychisch extrem geholfen hat. Wien ist wie jede Metropole eine sehr fordernde. Sie ist ständig wach, ständig ist etwas los. Sie saugt einem die Energie aus und manchmal braucht man einfach eine gewisse Zeit, wo man sich wieder erneuern muss. Allerdings habe ich in der Zeit meinen Freund nicht gesehen, was mich teilweise ziemlich runter gezogen hat. Ich wollte bei ihm sein doch das ging nicht. Aber er hat mich besucht. Er hat meine Eltern näher kennen gelernt, meinen Bruder und einen Teil meiner Verwandtschaft. Ich habe ihn durch meine Heimatstadt geführt und ihm alles gezeigt, was mir wichtig ist. Ich wollte, dass er sieht, wie und wo ich aufgewachsen bin.

Ich habe in der Zeit auch angefangen meinen Blog öffentlich zu schalten und endlich über meine Liebe zu den Büchern mit anderen zu teilen. Aber nicht nur über Bücher wollte ich schreiben sondern auch über das, was mich bewegt und was mich in meiner Vergangenheit geprägt hat. Vor allem über die Zeit in meiner Essstörung und wie ich jetzt versuche endlich ein gesundes Verhältnis zu meinem Körper auf zu bauen wollte ich schreiben. In der Zeit habe ich auch meinen Instagramaccount aufgemacht und habe dabei unglaublich liebenswürdige und wunderbare Menschen kennengelernt. Nicht nur so Buchverrückte wie mich sondern auch Menschen, die genau wissen wie es mir geht und was ich fühle und denke. Es tut gut, sich mit Menschen auszutauschen, die vielleicht mal selber in der Situation waren wie ich selbst.

Als ich dann wieder in Wien war, ging es mir wirklich richtig gut. Ich habe angefangen mich immer stärker mit der Bodypositivitätsbewegung auseinander gesetzt und anzufangen, zu lernen meinen Körper zu lieben. Das war teilweise schwer, manchmal aber auch sehr leicht. Manche Tage sind wie flüssiges Sonnenlicht, du wachst auf und fühlst dich unglaublich gut in deiner Haut. Du fühlst dich sexy, unglaublich fantastisch und einfach unschlagbar. Das hat nichts mit Überheblichkeit oder Arroganz zu tun. Das dachte ich auch lange, aber dem ist wirklich nicht so. Warum soll ich mich nicht selber liebe? Mein Körper ist der einzige, den ich je haben werde. Er geleitet mich durch mein ganzes Leben und schützt mich. Ich habe ihn zwei Jahre lang nicht beachtet. Habe ihn schlecht be- und misshandelt. 2016 habe ich mich auf den Weg gemacht all diesen negativen Gedanken entgegen zu wirken. Mich wieder wohl in meiner Haut zu fühlen, mich so zu akzeptieren wie ich bin. Das ist nicht leicht und auch 2017 werde ich mich auf diesem Weg weiter bewegen.

Im November hatte ich eine kleine Depri-Phase, in der ich wieder in ein Loch gefallen bin, aus dem ich mich aber befreien konnte. Das habe ich nicht ganz alleine geschafft sondern mit der Unterstützung meiner Mama und meines Freundes. Es war wirklich schwer, mich ihm anzuvertrauen, ich weiß nicht warum, aber ich dachte, das es sein könnte, das er schlecht von mir denkt, wenn er weiß, das ich eine Essstörung hatte und noch immer in Phasen dagegen ankämpfe. Er hat wundervoll reagiert und mir so viel Stärke gegeben. Auch Freundinnen von mir habe ich mich anvertraut und auch das hat mir einen weiteren Push gegeben.

Dann war ja auch schon Weihnachten und ich war seit drei langen Monaten endlich wieder daheim. Es war wunder-, wundervoll. Seit September hat mein Freund etwas für Silvester geplant und an Weihnachten wurde es endlich gelöst. Wir sind in die Therme in Baden gefahren und es war toll. Wir waren zwar die jüngsten dort (wir haben wirklich den Altersdurchschnitt wahnsinnig nach unten gezogen) aber das war völlig egal. Wir haben uns beide entspannt und die Zeit zu zweit genossen. Ich hätte nicht besser in das neue Jahr starten können und ich weiß, dass 2017 zwar anstrengend wird, aber auch so viel schönes für mich und die Menschen in meinem Leben bereit hält. Ich spüre das ♥

Woche 17 und 18 von 52 – Weihnachten und Neujahr

Es tut mir Leid. Sehr Leid sogar, dass am letzten Sonntag kein Blogeintrag von mir Online gekommen ist. Ich war seit dem Donnerstag vor Weihnachten das erste Mal seit 3 langen Monaten zuhause. Ich habe Weihnachten keine Sekunde an den Blog gedacht, nur daran, die Zeit mit meiner Familie zu nutzen, denn am 29.12 bin ich bereits wieder zurück nach Wien geflogen. Ich wollte Erinnerungen sammeln, ich wollte in Erinnerungen schweben und im Endeffekt ist die Zeit schon wieder viel zu schnell verflogen. Man zwinkert einmal mit den Augen und puff sind die drei Tage schon wieder rum.

An Weihnachten hat mein Freund auch endlich sein Geheimnis, dass er seit September mit sich herumschleppt, verraten. Wir werden über Silvester in eine Therme fahren und es uns richtig gut gehen lassen. Seit dem Sommer, wo Mama und ich ein Wochenende in einem Wellnesshotel verbracht hatten, würde ich das so gerne noch einmal machen. Es hat mir so gut getan (und meiner Mama natürlich auch ^^) und man konnte den gesamten Alltagsstress hinter sich lassen. Ich habe mich wirklich unglaublich auf dieses Wochenende gefreut. Nur er und ich, niemand der einfach so vorbei kommen kann, wir haben wirklich die Zeit für uns. „Woche 17 und 18 von 52 – Weihnachten und Neujahr“ weiterlesen