Verborgene (Krimi)Leidenschaften

Hin und wieder packt es mich. Die, die sich keine Horrorfilme anschauen kann und die, die vor einem Thriller immer fragen muss, wie es weiter geht und wie das Ende ist, die schaut sich eine Medical Detectives Folge nach der anderen an. Diese „Geheimnisse der Gerichtsmediziner“ habe ich damals in meiner CSI-Zeit entdeckt. Insbesondere auch, weil die Synchronstimme von Dr. Gilbert, besser bekannt als „Gil“ Grissom, durch die Sendung führt.

Bildergebnis für medical detectives

Medical Detectives beschäftigt sich hauptsächlich mit der Aufklärung von Verbrechen. Ermittler, Kriminaltechniker, Gerichtsmediziner, Verwandte der Opfer und Zeugen kommen dabei zu Wort und natürlich werden wissenschaftlichen Methoden aus sämtlichen interdisziplinären Fachbereichen angewendet (u.a. Ballistik, DNA-Typisierung, Material- und Faseranalyse, Toxikologie, Handschriftanalyse uvm.). Sämtliche Aufzeichnungen eines Tathergangs werden somit wie ein Puzzle langsam aber sicher zusammen gesetzt und am Ende wird meistens der Fall gelöst. Wenn ganz komplizierte wissenschaftliche Methoden angewendet werden und der Laie nur noch Bahnhof versteht, dann versuchen Experten (unter anderem Dr. Mark Benecke, den man im deutschen Fernsehen ja schon öfter gesehen hat) diese leicht verständlich zu erklären. Alle Folgen bzw. Fälle basieren auf wahren Gegebenheiten und spielen hauptsächlich, eigentlich nur, in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Was mich an dieser Serie so fasziniert ist, dass keiner der Fälle fiktiv ist. Dieser Mord, dieser Totschlag oder dieser Überfall ist tatsächlich so passiert. Das lässt einem manchmal wirklich den kalten Schweiß den Rücken herunter laufen und man sollte (nicht so wie ich!!!) sie sich auch nie Nachts, bei Regen und Sturm, ganz alleine in der Wohnung ansehen. Vor allem nicht, wenn man so ein Angsthase ist wie ich!!!

Eine kleine Anekdote vielleicht zum Schluss um meinem Angsthasenstatus noch zu untermauern: Als ich so 12 oder 13 war, haben meine Eltern eingesehen, dass mein Bruder und ich keine Babysitter mehr brauchten. Wir konnten uns selber essen kochen, die Zähne putzen und uns zeitig (meist eher nicht so zeitig) ins Bettchen bewegen. Allerdings war ich da auch gerade in der Phase exzessiv den SPIEGEL zu lesen. Da gab es so viel Mord und Totschlag, Intrigen und was weiß ich. Ich habe es geliebt. Auf jeden Fall gab es dort eine Geschichte, von einem jungen Mann, der sich im Garten von einer Familie versteckt hatte. Er hatte gewartet, bis die Eltern außer Haus waren und ist dann durch die offene (!) Hintertür ins Haus gekommen. Er hat die Kinder im Schlaf erstickt und … okay, ich erspare den Rest … Es war nicht schön. Ich habe an diesem Abend alle Vorhänge zugezogen, die Türen mindestens sechs mal kontrolliert, habe das Licht unten angelassen und konnte erst schlafen, als Mama und Papa wieder da waren.

Wenn ihr jetzt neugierig seit oder die Serie schon kanntet und sie selber so gut fandet, dann schaut doch einfach mal bei Youtube vorbei ^^