#Rezension – Und nebenan warten die Sterne

Und nebenan warten die Sterne

Autorin: Lori Nelson Spielman

Seitenanzahl: 384

Preis: 14,99 € (für mich war es ein Weihnachtsgeschenk)

Verlag: FISCHER Krüger

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#Essplatz – Die besten Olivenbrötchen der Welt ♥

Heute kommt mal ein etwas anderer Post von mir. Aber ich habe seitdem wir in unsere neue Wohnung gezogen sind das unabdingbare Bedürfnis öfter zu kochen und zu backen. Irgendwann im letzten Jahr hat meine Mama mir ein wunderschönes Backbuch geschenkt „Die Kunst vegan zu backen“ von Axel Meyer. Darin stehen wirklich köstliche Rezepte (vor allem die Nussecken und halt die Olivenbrötchen kann ich euch ans ♥-chen legen)!

Da bei so vielen meiner Freunde und natürlich auch bei mir ^^ diese Brötchen so gut angekommen sind, dachte ich, warum nicht mit euch dieses Genusserlebnis teilen? Ich habe das Rezept ein bisschen umgeändert, denn so passt es für mich am beste 🙂 „#Essplatz – Die besten Olivenbrötchen der Welt ♥“ weiterlesen

#Rezension – Girl on the Train (evtl. mit klitzekleinen Spoilern)

Girl on the Train

Autorin: Paula Hawkins

Seitenanzahl: 448

Preis: 12,99 € (Taschenbuch)

Verlag: Blanvalet

Leseprobe:Girl on the Train – Leseprobe

Worum geht es? Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Wie fand ich es? Da dieses Buch ja bereits in den USA und Großbritannien als Bestseller betitelt wurde und auch der Film ziemlich eingeschlagen ist, dachte ich, es würde mal an der Zeit sein, dass ich mich auch mal an ihn wage.

Was soll ich sagen? Mich hat die Story total gepackt. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es passiert nicht oft, dass ich ein Buch morgens anfange und es dann bis zum Abend durch gelesen habe. „Girl on the Train“ hat mich einfach von der ersten Seite an gepackt, sogar so stark, dass ich fast meine Haltestelle verpasst hätte, als ich auf dem Weg zur Uni war.

Rachel ist eine traurige Existenz. Sie hat sich immer Kinder gewünscht aber sie selber ist unfruchtbar. Um mit dieser niederschmetternden Nachricht fertig zu werden hat sie angefangen zu trinken. Dadurch ist sie in einen Teufelskreis aus Gewalt, Hass (vor allem Selbsthass) und unerfüllter Liebe getrudelt. Ihre Ehe ist zerbrochen, ihr Exmann hat eine neue Frau und eine Tochter (zu allem Überfluss). Sie kommt damit nicht klar. Sie stalkt Tom und Anna, wird ausfällig und begeht während etlicher Blackouts ziemlich haarsträubende Dinge. Das mit ihr etwas nicht stimmt spürt und erfährt man relativ schnell. Man merkt dass sie ein Alkoholproblem hat und das sie in einer Welt lebt, die sich von der Realität etwas unterscheidet. Wobei ich zugeben muss, dass ich mir manchmal auch überlege, was die eine oder andere Person der ich über den Weg laufe oder die mir in der U-Bahn gegenübersitzt in ihrer Freizeit macht, ob sie in einer glücklichen Beziehung lebt oder ihren Partner betrügt. Eines darf man dabei nur nicht vergessen und das ist die Distanz zu waren und die Realität nicht aus dem Blick zu verlieren. Und genau das hat Rachel nicht geschafft.

Ihre Gedanken kreisen immer wieder um Tom und darum wie er sie betrogen hat. Man merkt ganz deutlich wie sehr sie ihn vermisst. Wie sehr sie Anna dafür hasst, dass sie ihr ihren Mann weggenommen hat. Sie fällt immer stärker in einen Strudel aus Alkohol und Blackouts, aus Angst und dem Nicht-wissen was sie wann gemacht hat. Durch ihren ständig steigenden Alkoholkonsum verliert sie ihre Arbeit. Sie schämt sich dafür und traut sich nicht es ihrer Mitbewohnerin zu sagen. Jeden Tag fährt sie weiterhin nach London um dort ihren Tag in der Bücherei oder irgendwelchen Cafés zu verbringen. Dabei kommt sie jeden Tag an ihrem altem Haus vorbei, was man allerdings erst viel später erfährt. Zunächst geht es immer um ein anderes Ehepaar, dass in ihrer Nachbarschaft wohnt. Sie beobachtet die beiden, denkt sich Geschichten zu ihnen aus, gibt ihnen Namen. Sie hat das Gefühl die beiden bereits zu kennen.

Eines Tages sieht sie wie „Jess“ einen anderen Mann küsst. Kurze Zeit später liest sie in der Zeitung, dass eine Frau vermisst wird, mit einem Foto von „Jess“ aka Megan. Rachels Welt bricht nun vollständig auseinander, vor allem weil sie an dem Abend dort war. Am Haus von Tom und Anna. Sie war betrunken, sie hat Blut an den Händen, eine schwere Kopfwunde und wie sollte es anders sein einen absoluten Blackout. Zunächst denkt sie, sie hätte Megan umgebracht aber irgendwie spürt sie, dass das nicht sein kann. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Gedächtnis, nach Megan, kollidiert dabei mit Polizeiermittlungen, gerät immer stärker in den Konflikt mit ihrem Exmann und seiner neuen Frau. Sie bandelt mit Megans Exmann an. Aber diese Beziehung ist auf Lügen, Wut und Trauer aufgebaut. Beide Beteiligten wie wie zwei Bojen im Wasser. Sie driften hin und her. Für einen kurzen Moment brauchen sie sich, im anderen tritt die dunkle Seite hervor und sie werden auseinander gerissen.

Der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen. Es wechselt immer wieder zwischen drei Frauen: Rachel, Megan und Anna, der neuen Frau von Rachels Exmann. Außerdem wechseln die Zeitebenen: Rachel erzählt aus der Gegenwart, während Megan aus der Zeit vor ihrem Verschwinden berichtet. Anna hingegen rekapituliert oft Szenen, die Rachel bereits dargestellt hat. Das fand ich besonders interessant, denn so konnte man die gleiche Situation aus zwei verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven erfahren. Was man aber auch ganz klar festhalten muss ist, dass keine der drei Frauen (genauso wie die Männer!) Sympathieträger sind. Dadurch fällt es einem schwer, sich mit ihnen zu identifizieren. Vor allem Rachel ist manchmal sehr schwer zu ertragen, da ihre Ausrutscher und ihr Verhalten einen immer wieder unangenehm berühren und ich mich teilweise sehr fremdgeschämt habe. Auf der anderen Seite tat sie mir aber auch so unsagbar Leid, denn ich weiß, das Alkoholsucht kein Zuckerschlecken ist. Überall wird man damit konfrontiert, überall lauert die Versuchung. Man muss selber unglaublich stark sein, so wie bei jeder Sucht und wenn man psychisch so labil ist wie Rachel, dann fällt es noch umso schwerer. Durch ihre Eskapaden bringt sie sich auch immer wieder in die Position, dass man sich vorstellen könnte, dass sie doch etwas mit dem Verschwinden von Megan zu tun haben könnte. Vor allem weil sie richtige Stalkertendenzen hat.

Wie schon gesagt, dieses Buch hatte eine unglaubliche Sogwirkung auf mich und von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung ^^

Falls ihr euch den Film auch demnächst einmal ansehen möchtet, hier ein kleiner Vorgeschmack.

#Storytime – Wie es ist einen Bären zu treffen …

Tja, ich wette, du hast auf diesen Titel geklickt, weil du dachtest „WOW was ist denn da passiert?“ und sicherlich auch, weil du wissen willst, wie dieses ungleiche Treffen ausgegangen ist. Ich kann dir versprechen, es wird gruselig und ich kann mir selber versprechen, das ich wieder Herzrasen bekommen werde. So wie jedes Mal, wenn ich jemandem diese Geschichte erzähle.

Wie ich ja schon einmal erzählt habe, war ich 2014 für einige Monate in Kanada. Im Anschluss an meine wwoofing-Zeit habe ich eine Roadtour mit zwei Freunden gemacht, die ich während dieser Zeit getroffen habe. Unser Weg führte uns durch Britisch Columbia, den Yukon bis hinauf nach Alaska. Den ganzen Weg über hatten wir immer mal wieder Begegnungen mit Bären, aber die waren meist harmlos, weil wir entweder im Auto oder im Bus saßen. Die Begegnung von der ich euch aber heute erzählen möchte, war anders. Komplett anders.

Wir waren wieder auf dem Weg zurück nach Vancouver. Wir hatten gerade die Grenze zwischen dem Yukon und Britisch Columbia passiert und sind auf dem Highway 37 unterwegs.

Highway 37 „#Storytime – Wie es ist einen Bären zu treffen …“ weiterlesen

Woche 28 von 52 – Die Hormone

Ich weiß, ich bin eine Frau. Ich habe einmal im Monat eine Phase, in der meine Hormone verrückt spielen. Aber seit letztem Jahr habe ich ein kleines Stäbchen in meinem linken Oberarm, das in dieses Geschehen eingreift. Ich weiß, es gibt Menschen da draußen die jetzt aufschreien und sagen „Gott, wie kannst du das machen, dein ganzer Körper wird auf den Kopf gestellt etc.“ Ich weiß und ich mag es auch nicht, aber zum damaligen Zeitpunkt und auch jetzt noch ist es für mich die beste Verhütungsmethode die ich finden konnte. Ich hatte mit anderen Präparaten (vor allem der Pille und dem Hormonpflaster) so viele Probleme. So habe ich unter anderem sehr starke Depressionen entwickelt, habe unter Morgenübelkeit gelitten, habe sehr viel Gewicht zugenommen, hatte Hautausschlag und generell extrem schlechte Haut. Die letzten zwei Monaten mit dem Stäbchen waren nicht leicht. Ich dachte schon, ich würde zu den 5 % gehören, die dauernd Blutungen haben und wirklich Leiden. Aber seit Mitte des letzten Monats ist es alles total easy. Ich fühle mich so gut wie schon sehr lange nicht mehr und bin seit ein paar Tagen auf einem solchen Hoch, dass es mich selber überrascht ^^ Aber ich werde mich nicht so wie früher schon einmal darauf vorbereiten, dass es auch wieder schlecht werden kann. Dadurch habe ich mir in der Vergangenheit so oft meine gute Laune verdorben und das will ich nicht. Glücklich zu sein fühlt sich so gut an. Ich werde es genießen.

Ich hoffe das ihr ein wunderschönes Wochenende hattet und euch allen einen guten Start in die neue Woche ♥

Song of the Day: „Shape of you“ von Ed Sharren

Und zum Schluss noch: Wenn ihr dazu mehr wissen möchte, z.B. wie es mir damit geht oder wie es eingesetzt wurde, kann ich dazu gerne einen Blogpost schreiben.