#Rezension – Die Nachtigall

Die Nachtigall

Autorin: Kristin Hannah

Preis: 19,99 € (Broschiert) / 10,99 € (Taschenbuch)

Seitenanzahl: 608

Verlag: Rütten & Loening

Leseprobe: „Die Nachtigall – Leseprobe“

Worum geht es? Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?

Dieses Buch liegt seit Weihnachten 2016 auf meinem SUB. Ich hatte es immer wieder in den Händen, habe es hin und her gewogen aber am Ende gab es dann doch immer ein Buch, dass mich dann mehr angesprochen hat. Aber jetzt hat es mich dann doch gepackt und ich bin so froh es endlich aufgeschlagen zu haben und mich in dieser unglaublich berührenden Geschichte zu verlieren.

Wie fand ich es? Dieses Buch ist wirklich wunder-, wundervoll. Es ist eines der Bücher, die man in die Hand nimmt und nicht mehr weg legen kann. Es lässt eine nicht mehr los, man ist in der Geschichte gefangen. Mir hat besonders gut gefallen, dass Isabelle und Vianne etwa zu gleichen Teilen die Geschichte aus ihrer eigenen Sicht erzählen können. Auch gibt es immer wieder Ausblicke in die Gegenwart zu einer Frau, die in ein Altenheim ziehen soll. Ihr Sohn hilft ihr und man merkt schnell, dass es entweder Isabelle oder Vianne sein müssen.

Die Schwestern sind so unterschiedlich wie zwei Schwestern nur sein können. Isabelle ist impulsiv, sagt was sie denkt, und macht sich über Konsequenzen (ob für sich oder andere) keine Gedanken. Vianne hingegen ist zurückhaltend, ängstlich (zumindest am Anfang), großherzig, sehr liebevoll und um es mit ganz platten Worten auszudrücken, sie stellt ihr Licht immer unter den Scheffel. Beide haben sehr unter dem frühen Tod der Mutter und der anschließenden Zurückweisung durch den Vater gelitten. Vianne hat sich damals sehr schnell verliebt, eine eigenen Familie gegründet, Isabelle hingegen hat immer um die Anerkennung des Vaters gebuhlt und wurde immer enttäuscht.

Der Roman setzt an, kurz bevor Deutschland in Frankreich einfällt. Viannes Mann wird an die Front berufen und lässt seine stark verunsicherte Frau und Tochter zurück. Isabelle hingegen wird (mal wieder) von einer Mädchenschule geworfen und geht zurück zu ihrem Vater. Doch dort ist nie erwünscht. Dann wird Paris bombardiert und Isabelle kann sich, gemeinsam mit tausenden anderen Flüchtigen zu ihrer Schwester flüchten. Zusammen mit einem jungen Mann, der sich für immer in ihrem Herzen festsetzen wird. Die unterschiedlichen Schwestern leben zusammen doch als der deutsche Hauptmann Beck in ihr Haus einquartiert wird, wird das Verhältnis immer angespannter. Man merkt immer stärker, dass Isabelle mehr möchte. Sie möchte etwas unternehmen, nicht hilflos zuschauen wie Unrecht massenhaft vor ihren Augen geschieht. Sie lernt Menschen kennen, die genau so denken wie sie und die etwas tun.

Vianne hingegen versucht nicht aufzufallen. Sie will sich anpassen aber auch sie bemerkt, dass sie nicht tatenlos zusehen kann. Insbesonderes als sie für den Hauptmann Beck eine Liste erstellen muss mit Namen von Lehrern an ihrer Schule, die Homosexuelle, Kommunisten und natürlich Juden sind. Auch ihre Freundin muss sie aufschreiben. Die Gefahr wird immer greifbarer, immer muss man auf der Hut sein. Jeder könnte ein Denunziant sein, jeder könnte für dich der Tod bedeuten. Besonders schrecklich fand ich die Stelle an der Vianne ihre Freundin Rachel dazu drängt in die Freie Zone mit ihren Kinder zu flüchten. Aber etwas geht schief, Sarah wird ermordet und Rachel wird deportiert. In der allerletzten Sekunde übergibt sie Vianne ihren Sohn Ari, der ab jetzt Daniel heißt.

Isabelle auf der anderen Seite wird zur „Nachtigall“. Sie hilft abgeschossenen amerikanische und britische Piloten über die Pyrenäen zu flüchten um wieder in ihre Heimatländer zu gelangen. Natürlich setzten die Deutschen alles daran die Gruppe der „Verräter“ zu finden. Ohne viel vorweg zunehmen, sie haben Erfolg. Isabelle und fast alle Mitstreiter werden gefangen genommen, gefoltert, ins KZ gesteckt und auf den letzten Todesmarsch geschickt. Isabelle überlebt, aber um welchen Preis?

Mir ist das Ende wirklich nah gegangen. Als ich die letzte Seite ausgelesen und das Buch zugeklappt hatte, war ich erst einmal wie betäubt und gleichzeitig voller Zuversicht. Die Liebe ist das was am Ende zählt. Liebe ist das Mittel, das alle Wunden heilt.

Woche 45 von 52 – Wow

Ich bin so geflasht. Eigentlich war ich durch die Ereignisse um den G20-Gipfel in Hamburg total durch den Wind. Mich nimmt so etwas immer Wahnsinnig mit. Ich bin noch nicht wirklich gut darin, negative Energie von anderen von mir abzuschotten und gar nicht erst in mich zu lassen. Manchmal klappt es, aber bei so viel geballten Hass und Zerstörungswut, ist mein Schutzpanzer zu dünn.

Heute morgen habe ich das erste Mal am Spiritual Sunday von Laura Seiler teilgenommen und spüre jetzt gerade nach der Meditation unglaubliche Energie. Es war einfach der Wahnsinn, so etwas habe ich noch nie empfunden beim Meditieren. Ich gehe mit einem Lächeln in diesen Tag und fühle mich so befreit.

Wer Laura noch nicht kennt, der sollte das ändern, vor allem, wenn du gerade auf der Suche nach dir selber, der Liebe und dem Frieden in dir bist.  Ich bin durch Zufall auf ihren Potcast gestoßen, habe mich direkt für den Spiritual Sunday angemeldet und wünschte, ich hätte mich schon viel früher Sonntags aufgerafft und daran teilzunehmen. Es verändert und macht glücklich! Es erfüllt dich mit Liebe ♥

#Filmbesprechung – Der Junge im gestreiften Pyjama

Vor etlichen Jahren habe ich das Buch zu diesem Film gelesen. Ich kann mich noch genau an meine Gefühle, als ich die letzte Seite aus gelesen hatte erinnern. Ich saß wie paralysiert da, konnte nichts mehr denken und war wie versteinert. Es hat lange gedauert, bis ich dieses Ende verwunden hatte. Es hat mich tief in mir drinnen erschüttert, weil es so unvorbereitet kam, weil es einfach so stark und aussagekräftig war. Gleichzeitig war es unendlich traurig und zerreißend. Ich habe danach wieder angefangen mich intensiver mit dem Thema 2. Weltkrieg zu befassen. Manchmal gerate ich in solch einen Strudel und dann lese ich tagelang nichts anderes. Ich lese alles was ich in die Finger kriegen kann und wenn ich mehr zu einem Thema wissen will recherchiere ich bis der Computer glüht. Mir geht es in der Zeit nicht gut, denn ich habe das Gefühl all die schlechten Gedanken, Gefühle, die unendliche Traurigkeit und Grausamkeit vollständig in mich aufzunehmen. Man hat das Gefühl das über einem ständig eine dunkle Wolke schwebt und man hätte verlernt zu lachen. Ich weiß nicht warum es manchmal passiert aber ich merke, dass ich jetzt wieder in so einem Strudel mich befinde. Und zwar seit dem Augenblick wo ich den Film „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gesehen habe. Es war eher Zufall. Ich brauchte eine kleine Ablenkung von meiner Masterarbeit und habe ein bisschen herum gezappt.

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